Olympia-ausblick: müller fordert mehr teamgeist für deb-auswahl

Müller mahnt vor olympia-k.o.-phase

Ausgerechnet vor dem Start in die entscheidende K.o.-Phase der Olympischen Spiele in 2026 hat sich der ehemalige Kapitän der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft, Moritz Müller, zu Wort gemeldet. Er forderte das Team eindringlich auf, sich nicht auf die individuellen Stars zu verlassen, sondern als Einheit zu agieren. Nach der 1:5-Niederlage zum Abschluss der Gruppenphase gegen die USA, betonte Müller die Notwendigkeit eines höheren Teamgeistes.

Niederlage gegen die usa als weckruf

Niederlage gegen die usa als weckruf

Die 1:5-Niederlage gegen die USA soll als Warnschuss dienen. Müller machte deutlich, dass Deutschland zwar über herausragende Einzelspieler verfüge, diese aber nicht blind vertraut werden dürften. "Wir haben ganz tolle Eishockey-Spieler, die zu den besten auf der Welt gehören. Aber wir können nicht denken, dass wir denen jedes Mal, wenn sie auf dem Eis sind, die Scheibe geben, und dann ein Wunder passiert", so Müller.

Abhängigkeit von draisaitl vermeiden

Abhängigkeit von draisaitl vermeiden

Besonders vor einer zu großen Abhängigkeit von den NHL-Profis, allen voran Kapitän Leon Draisaitl, warnte der erfahrene Müller. Die Mannschaft müsse insgesamt besser spielen und sich nicht darauf verlassen, dass Draisaitl allein die Spiele entscheidet. Es gelte, die Stärken aller Spieler optimal einzusetzen und als Team erfolgreich zu sein.

Gruppenphase trotz niederlagen erfolgreich abgeschlossen

Trotz zwei Niederlagen in der Gruppenphase hat sich das deutsche Team als Gruppenzweiter für die K.o.-Phase qualifiziert. Dies zeigt das Potenzial der Mannschaft, auch wenn die Leistungen noch nicht konstant waren. Nun wartet mit Frankreich ein vermeintlich leichterer Gegner, der jedoch nicht unterschätzt werden darf.

Bundestrainer kreis sieht potenzial

Bundestrainer Harold Kreis zeigte sich optimistisch, dass seine Mannschaft für die kommenden Aufgaben gerüstet ist. Er hob das erste Drittel des Spiels gegen die USA als Maßstab hervor: „Diese Leistung müssen wir auch gegen Frankreich aufs Eis bringen.“ Gleichzeitig mahnte er zur Demut: „Wir können gegen jeden Gegner hier verlieren.“

Müller fordert 60 minuten top-leistung

Müller forderte das Team auf, die positiven Aspekte des Spiels gegen die USA zu analysieren und über die gesamte Spieldauer abzurufen. "Das Team muss sich die ersten 20 Minuten anschauen und daraus 60 machen", appellierte er. Nur mit einer konstanten Leistung über 60 Minuten könne man gegen jede Nation mithalten und erfolgreich sein.

Nächster gegner: frankreich

Das Duell gegen Frankreich am Dienstag (12.10 Uhr/ARD und Eurosport) entscheidet über den Einzug ins Viertelfinale. Frankreich beendete die Gruppenphase ohne Punkte und mit einer deutlichen Torbilanz von 5:20. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn in einem K.o.-Spiel ist alles möglich.