Tennisspielerin tara moore verklagt wta: doping-sperre durch kontaminiertes fleisch?
Tennisprofi tara moore verklagt wta auf schadensersatz
Die britische Tennisspielerin Tara Moore hat eine Klage gegen die Women's Tennis Association (WTA) vor einem US-Bundesgericht eingereicht. Sie fordert 20 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Im Zentrum der Klage steht ihre Dopingsperre, die Moore auf mutmaßlich kontaminiertes Fleisch zurückführt. Die WTA habe die Spielerinnen nicht ausreichend vor dieser Gefahr gewarnt, so die Anklage.

Der hintergrund der dopingsperre
Im Mai 2022 war Moore nach einem positiven Dopingtest bei einem Turnier in Bogotá gesperrt worden. Die Substanzen Boldenon und Nandrolon wurden nachgewiesen. Zunächst wurde sie gesperrt, dann Ende 2023 von einem unabhängigen Tribunal freigesprochen, welches ihrer Verteidigung zustimmte, dass die Substanzen unabsichtlich durch kontaminiertes Fleisch aufgenommen wurden. Doch die International Tennis Integrity Agency (ITIA) legte Berufung ein und gewann vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS).
Cas bestätigt die sperre – rückwirkend ab juli 2025
Der CAS bestätigte im November 2025 eine vierjährige Sperre, die rückwirkend ab Juli 2025 beginnt. Moore sieht in dieser Entscheidung eine massive Beeinträchtigung ihrer Karriere. Sie argumentiert, dass die WTA eine Fürsorgepflicht gegenüber den Spielerinnen gehabt hätte und diese vernachlässigt habe. Auch die chilenische Spielerin Bárbara Gatica war in Kolumbien positiv auf Doping getestet worden.
Moore fordert schadensersatz und aufhebung der sperre
Moore verlangt nun nicht nur die Aufhebung ihrer Sperre, sondern auch eine finanzielle Entschädigung in Höhe von 20 Millionen US-Dollar. Sie wirft der WTA grobe Fahrlässigkeit vor, da das Risiko von kontaminiertem Fleisch bekannt gewesen sei, die Spielerinnen jedoch nicht ausreichend gewarnt wurden. Dadurch sei ihre sportliche Laufbahn zerstört worden.
Kern der argumentation: systemische fehler
Die Anwälte von Moore sehen in dem Fall grundsätzliche Fehler im Doping-Kontrollsystem. Anstatt Schuld zu unterstellen, sollte zunächst zweifelsfrei bewiesen werden. Die Klage soll klären, wer in solchen Fällen die Verantwortung trägt – der Verband oder der Athlet. Dies könnte Präzedenzfälle für zukünftige Dopingfälle schaffen.
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Die Entwicklung des Falls Moore wird von der Tennisszene mit großem Interesse verfolgt. Es bleibt abzuwarten, wie das US-Bundesgericht entscheiden wird und welche Auswirkungen dies auf die Doping-Kontrollsysteme im Tennis haben könnte. Als Autor für TSV Pelkum Sportwelt bin ich gespannt darauf, wie sich diese Geschichte weiterentwickelt und welche Lehren daraus gezogen werden können.
