Sperrzeit für luciana de corso aufgehoben – sportgericht spricht freispruch
Überraschende wende im fall luciana de corso
Rom – Das Bundesgericht für Sport hat die Berufung von Luciana De Corso, einer Mitarbeiterin des Teamchefs der italienischen Rhythmischen Sportgymnastik-Nationalmannschaft, erfolgreich angenommen. Die ursprünglich verhängte Sperre von zehn Monaten wurde aufgehoben. De Corso war beschuldigt worden, durch die irreguläre Teilnahme von Athletinnen an Wettkämpfen ihrer Vereinigung, der ASD Ginnastica Terranuova, unfaire Vorteile erzielt zu haben.

Die ursprünglichen vorwürfe
Dem De Corso vorgehalten wurde, gegen verschiedene Artikel der Verbandsordnung und des Sportverhaltenskodex des CONI verstoßen zu haben. Konkret ging es um die vermeintliche Umgehung von Regeln bei der Sportlerlizenzierung. Es wurde behauptet, dass die Terranuova-Mannschaft mit Sportlerinnen antrat, die zwar offiziell anderen Vereinen angehörten (“in appoggio”), aber faktisch für Terranuova starteten. Dies hätte zu einem unverdienten Vorteil und letztendlich zum Aufstieg in die Serie A1 im Jahr 2024 geführt.

Das urteil des bundesgerichts
Das Bundesgericht sah jedoch keinen Rechtsverstoß. Die ursprüngliche Auslegung des “Tesseramento in appoggio” (Sportlerlizenzierung in Unterstützung) wurde als interpretationsbedürftig und aufgrund eines rechtlichen Vakuums als angreifbar bewertet. Der Bundesrat beschäftigt sich bereits mit der Klärung dieser Lücke. Die Entscheidung bedeutet die vollständige Entlastung von Luciana De Corso und ihrer Vereinigung.

Auswirkungen auf andere beteiligte
Neben der Aufhebung der Sperre für De Corso und die Aufhebung des Ausschlusses der ASD Ginnastica Terranuova aus der Gold-Liga wurden auch die Sanktionen gegen den Verein Montelupo und dessen Trainerin Natalia Krivosheina aufgehoben. Diese waren ebenfalls in den angeblichen Austausch von Athletinnen involviert gewesen.
Reaktion des ehemanns und verbandspräsidenten
Der Ehemann von Luciana De Corso, Andrea Facci, der gleichzeitig Präsident des italienischen Gymnastikverbandes ist, äußerte sich zu dem Fall. Ein Video zeigt seine Reaktion und seine Sichtweise auf die Geschehnisse. Er betonte das bestehende rechtliche Vakuum, welches zu der Verwirrung geführt hatte.
Zukünftige klärung der lizenzierungsbestimmungen
Der Fall De Corso hat deutlich gemacht, dass die aktuellen Regelungen zur Sportlerlizenzierung dringend einer Überprüfung bedürfen. Der Verbandsrat wird sich nun intensiv mit der Klärung der bestehenden Unklarheiten befassen, um zukünftig ähnliche Situationen zu vermeiden und eine faire Wettbewerbsumgebung zu gewährleisten. Diese Klärung ist von höchster Bedeutung für die Integrität des Sports.
Weitere sportnachrichten
Neben dem Fall De Corso gibt es weitere interessante Entwicklungen in der Welt des Sports. Ivan Zucco bereitet sich auf sein Comeback im Ring vor und trainiert auf 2100 Metern Höhe. Auch Floyd Mayweather plant ein Comeback im Alter von 49 Jahren und fordert Mike Tyson heraus.
