Schwere verletzung beim shorttrack: polnische läuferin nach schlittschuhunfall ins krankenhaus

Drama in mailand: shorttrack-athletin schwer verletzt

Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand kam es zu einem schweren Unfall im Shorttrack-Viertelfinale über 1500 Meter. Die polnische Läuferin Kamila Sellier wurde von einer Schlittschuhklinge im Gesicht getroffen und musste umgehend medizinisch versorgt werden. Die Verletzung ereignete sich in einer Kurve, als Sellier zu Fall kam und eine Gegenerin sie unabsichtlich traf.

Blutspur auf dem eis und sofortige reaktion

Nach dem Zusammenstoß entstand eine Blutspur auf dem Eis, was die Ernsthaftigkeit der Situation verdeutlichte. Das Rennen wurde sofort unterbrochen, und Sellier erhielt minutenlang medizinische Behandlung direkt auf der Eisfläche. Anschließend wurde sie mit einer Trage abtransportiert, um weitere Untersuchungen im Krankenhaus durchführen zu lassen.

Erste diagnose: jochbeinbruch wahrscheinlich

Konrad Niedzwiedzki, Chef de Mission des polnischen Teams, gab erste Informationen zum Zustand Selliers. "Die Schnittwunde an der Wange ist bereits genäht. Der Jochbeinbruch ist höchstwahrscheinlich, es besteht eine deutliche Schwellung. Das Auge ist geschwollen, und es ist schwer zu sagen, was genau damit los ist, bis eine gründliche Untersuchung durchgeführt wurde", so Niedzwiedzki.

Sellier zeigt daumen hoch – hoffnung trotz schmerzen

Trotz ihrer Verletzung zeigte Sellier auf dem Weg in die Katakomben den Daumen nach oben, was Hoffnung auf eine nicht allzu schwerwiegende Verletzung signalisierte. Dennoch wurde sie zur weiteren Abklärung in ein Krankenhaus gebracht. "Hoffentlich ist nichts Schlimmeres passiert, und hoffentlich ist der Schlittschuh nicht zu tief eingedrungen", äußerte Niedzwiedzki seine Besorgnis.

Disqualifikation und rennneustart

Vor dem Unfall wurden sowohl Sellier als auch die US-amerikanische Athletin Santos-Griswold wegen unerlaubten Schiebens disqualifiziert. Das Rennen wurde anschließend mit vier Teilnehmerinnen neu gestartet. Im Finale sicherten sich Kim Gilli und Choi Minjeong aus Südkorea einen beeindruckenden Doppelsieg, während Corinne Stoddard (USA) die Bronzemedaille gewann. Für Gilli war es bereits die zweite Goldmedaille dieser Spiele, nachdem sie zuvor mit der Staffel über 3000 m triumphiert hatte.

Niederländischer erfolg und weitere ergebnisse

Vor dem Vorfall hatte der niederländische Shorttracker van 't Wout bereits die dritte Goldmedaille für sein Land gewonnen. Die Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina 2026 bieten weiterhin spannende Wettkämpfe und dramatische Momente. Das Rennen über 1500 Meter endete in einem echten Hundertstel-Krimi, mit einem weiteren Gold für die Niederlande.