Taekwondo für alle: ferrara schenkt menschen mit behinderung neue perspektiven
Ferrara – Ein ungewöhnliches Projekt hat in der italienischen Stadt für Aufsehen gesorgt: Unter der Leitung von Meister Gregorio Oxilia werden im Zentrum 'Il Cuore di Chisciotte' nun Taekwondo-Kurse speziell für Menschen mit Behinderung angeboten. Fünf intensive Lektionen vermittelten nicht nur die Grundlagen der koreanischen Kampfsportart, sondern eröffneten den Teilnehmern auch neue Perspektiven und stärkten ihren Selbstvertrauen.

Ein traum wird wahr: bruce lee und die kunst des fliegens
Die Idee zu diesem inklusiven Kurs entstand aus der Zusammenarbeit der Polisportiva Putinati, der Gemeinde Ferrara und dem Csen Taekwondo. Ein besonderer Moment war, als Michele, einer der Teilnehmer, Meister Oxilia gestand, ein großer Fan von Bruce Lee zu sein und seinen berühmten Flugkick perfektionieren zu wollen. Nach intensivem Training gelang ihm dies schließlich – ein unvergesslicher Augenblick für alle Beteiligten.
Die Bedeutung geht weit über den Sport hinaus. Es geht darum, Barrieren abzubauen und jedem die Möglichkeit zu geben, seine Grenzen zu überwinden. „Das Ziel des Kurses war es, die Energie der Teilnehmer in ein Lächeln zu verwandeln“, erklärt Oxilia. Und tatsächlich: Die Gesichter der Kursteilnehmer strahlten während der Abschlussveranstaltung vor Stolz und Freude. Assessore Francesco Traspadano Carità, Andrea De Vivo (Polisportiva Putinati) und Nicola Novelli (Coop 3.0) waren anwesend, um die Leistungen der Teilnehmer zu würdigen.
Neben dem Erlernen von Taekwondo-Techniken lernten die Teilnehmer auch wichtige Lebenslektionen. „Die Prinzipien des Taekwondo lehren uns, niemals aufzugeben und unsere eigenen Grenzen zu überwinden“, so Oxilia. Der Csen Taekwondo unterstützte die Initiative großzügig und stellte den Teilnehmern kostenlos Dobok und Gürtel zur Verfügung. Alessia Veronese, die Koordinatorin von 'Il Cuore di Chisciotte', betonte die Bedeutung gemeinschaftlicher Projekte für die Förderung der Inklusion.
Oxilia sieht die Kooperationen als Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft: „Wir suchen nach Wegen, den Wert dessen, was uns umgibt, hervorzuheben und es durch gemeinsame Projekte zurückzugeben. Die Zusammenarbeit mit Schulen, der Welt der Kooperation und den lokalen Behörden ist dabei essentiell.“
Die Geschichte von Michele und seinen Taekwondo-Träumen ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Sport Menschen zusammenbringen und ihnen neue Hoffnung geben kann. Die Projektarbeit, die in Ferrara ihren Anfang nimmt, soll auch in Zukunft weitergeführt und ausgebaut werden, um noch mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, von den positiven Effekten des Taekwondo zu profitieren. Die Zahl der lächelnden Gesichter am Ende des Kurses spricht für sich: Mehr als 20 Menschen haben durch diese Initiative neue Freunde gefunden und ihren Horizont erweitert.
