Svensson rettet ud ibiza in der zehnten minute der nachspielzeit – drama in can misses

Ein Schlusspfiff, der nicht enden wollte, ein Jubel, der sich in die Nacht schrie, und ein Schwede, der sich in die Helden-Geschichte der UD Ibiza schrieb: Max Svensson köpfte in der 90.+10 das 2:2 gegen den AD Alcorcón und verhinderte damit den drohenden Klassenkeller. Zuvor hatten die Gäste durch Esteban Aparicio (34., Handelfmeter) und Mariano Carmona (62.) alles unter Kontrolle – bis Ibiza in den letzten 15 Minuten das Spiel in den emotionalen Dreck zog.

Der plan von pablo álvarez zerbrach an der 74. minute

Alcorcóns Trainer hatte seine Mannschaft perfekt eingestellt: tief, diszipliniert, mit Marchán und Blanco als Doppelsechser, die den Kreisel der Balearen schon früh stoppten. Doch dann schlug Arnau Solà zu – mit einem Sprint aus der Linksverteidiger-Position, einem One-Touch-Transfer und einem Abschluss, der Gaizka im Tor keine Chance ließ. Die Funkstille in Can Misses brach. Die 8.312 Zuschauer rosten: Jetzt oder nie.

Bebé war es, der fortan jeden zweiten Ball anzog, der die Außenbahnen öffnete und die Mitspieler mit Handzeichen in die Box schickte. Doch der wahre Drahtzieher saß auf der Bank. Svensson, frisch eingewechselt, lief 23 Mal in den Rückraum, gewann fünf von sechs Zweikämpfen und störte selbst den geordneten Aufbau der Madrilenen. Die Uhr tickte. In der 89. Minute klatschte Gaizka einen Kopfball von Georges noch an die Latte – dann kam die 10. Minute der Nachspielzeit.

David flankte von rechts, Georges verlängerte mit der Hacke, Svensson stieg am zweiten Pfosten am höchsten. 2:2. Der Schiedsrichter ließ nicht einmal noch einmal anstoßen. Punkt.

Zwei punkte verschenkt, eine moral gewonnen

Zwei punkte verschenkt, eine moral gewonnen

Für Alcorcón schmeckt das Remis wie eine Niederlage. Die Statistik spricht Bände: 55 Prozent Ballbesitz, zweimal führen, xG von 1,8 – und dennoch nur ein Punkt. Trainer Álvarez schüttelte nach Abpfiff nur den Kopf: „Wir haben das Spiel nicht weggeschossen, wir haben es weggedefended.“ Die Defensive zog sich zu früh zurück, die Mittelfeldlinie rutschte auseinander, und die gelben Karten (Pol, Samu, Joan) waren die logische Folge eines Teams, das plötzlich nur noch reagierte.

Ibiza dagegen kann aus drei Spielen ohne Sieg immerhin eine Mentalität ziehen: Sie haben gelernt, dass Selbstaufgabe hier nicht existiert. Miguel Álvarez sprach von „einer Nacht, die uns rettet, aber nicht zufriedenstellt“. Der Kader ist dünn, die Verletztenliste lang – doch wer so spät noch rennt, der rennt auch an einem Samstag in Cartagena weiter.

Die Tabelle lügt nicht: Ibiza steht mit 18 Zählern auf Platz 15, Alcorcón einen Punkt dahinter. Die Play-off-Plätze sind vier Zähler entfernt, der Abstiegsstrich nur zwei. Die Saison ist noch lang, aber die Bilder von Svenssons Kopfball werden die Akteure bis zum Winter begleiten. Denn manchmal rettet ein einziger Moment eine komplette Rückrunde – und verändert die Stimmung in einem ganzen Stadion. Can Misses wird diese Nacht nicht vergessen.