Lugo dreht den saft ab und donnert cacereño weg

Cacereño wollte den nächsten Aufwärtstrend, doch Lugo trat die Notbremse. Am Estadio Príncipe Felipe brach Nicolás Reniero das Spiel kurz vor dem Seitenwechsel auf, Iker Unzueta nagelte den Deckel 23 Minuten später zu. Der Anschlusstreffer von Rubén Sanchidrián in der Nachspielzeit blieb ein Trostpflaster – Cacereño verpasst den Sprung nach oben, Lugo sammelt Selbstvertrauen.

Der plan von alex ortiz ging auf

Der Lugo-Coach ließ seine Mannschaft tief stehen, die Räume eng machen und auf Konter lauern. Cacereño besaß zwar 62 % Ballbesitz, doch die meisten Aktionen endeten vor der dicht gestaffelten Viererkette. Die Gäste brauchten nur zwei blitzsaubere Szenen, um die Partie zu entscheiden.

Erst schob Reniero nach einem Steilpass von Gallar zum 0:1 ein (45.), dann bediente derselbe Reniero Unzueta, der trocken links unten einschob (67.). Die Cacereño-Defensive stand bei beiden Gegentoren einen Schritt zu spät – ein Luxus, den man sich gegen eine Mannschaft mit dem Rücken zur Wand nicht leisten darf.

Cacereño reagiert zu spät

Cacereño reagiert zu spät

Trainer Julio Cobos Moreno wechselte dreifach, schickte frische Kraft auf den Rasen und stellte auf Dreierkette um. Die Druckphase folgte: Flanken, Ecken, Distanzschüsse. Doch Lugo-Keeper Marc Martínez ließ keine Lücke, bis Sanchidrián in der 92. Minute einen Abpraller verwertete. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie längst entschieden.

Die Statistik lügt nicht: Cacereño schoss 17-mal, traf nur dreimal das Tor. Lugo kam auf fünf Torschüsse – zwei landeten im Netz. Effizienz statt Ballbesitz-Fetischismus, das war die Lektion des Abends.

Reniero liefert den beweis

Reniero liefert den beweis

Der Argentinier war mehr als nur Doppeltorschütze. Er gewann 70 % seiner Duelle, leitete mit fünf Balleroberungen im Mittelfeld zusätzliche Konter ein und verbrannte keine Sekunde mit Showeinlagen. „Wir wussten, dass wir die Punktewolke endlich platzen lassen müssen“, sagte er nach Abpfiff. „Heute haben wir gezeigt, dass wir auch dreckige Spiele gewinnen können.“

Was die tabelle verrät

Mit dem ersten Sieg nach drei sieglosen Partien springt Lugo auf Rang fünf – nur zwei Punkte hinter dem Relegationsplatz. Cacereño bleibt Zwölfter, kann die Mini-Serie von drei Unentschieden aber nicht ausbauen. Die Lücke zu den Aufstiegsplätzen wächst auf fünf Zähler.

Die Saison ist lang, doch wer in der Winterphase Punkte verschenkt, muss im Frühjahr sprinten. Lugo hat heute bewiesen, dass die Laufschuhe bereits angezogen sind. Cacereño muss aufpassen, nicht schon wieder den Anschluss zu verlieren – wie in den beiden Vorjahren. Die Uhr tickt.