Südtirols aufschwung: vom abstiegskampf zu playoff-ambitionen?
Südtirols beeindruckende trendwende in der serie b
Die Saison des FC Südtirol verlief zunächst holprig, doch mit dem neuen Jahr scheint ein regelrechter Umschwung eingeleitet worden zu sein. Nach einem schwierigen Herbst, der den Verein tief im Abstiegskampf verankerte, hat die Mannschaft von Trainer Castori eine beeindruckende Serie hingelegt und sich in eine deutlich bessere Position manövriert. Von 3 Punkten Vorsprung auf den letzten Platz zu 4 Punkten Rückstand auf die Playoff-Plätze – die Entwicklung ist bemerkenswert.
Die zahlen sprechen für sich
Betrachtet man nur das neue Jahr 2026, wäre Südtirol aktuell sogar Zweiter der Tabelle, nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Venedig. Die Bilanz seit Jahresbeginn ist beeindruckend: 17 Punkte aus 7 Spielen, darunter vier Siege in Folge. Lediglich Palermo weist eine ähnlich starke Form auf. Die bisherige Ausbeute der Saison beträgt 33 Punkte, wobei 17 davon im Jahr 2026 erzielt wurden. Der Sieg gegen Spezia am 10. Januar scheint der Auslöser für diese positive Entwicklung gewesen zu sein.

Ein blick zurück: schwieriger herbst
Die Vorsaison beendete Südtirol auf dem zehnten Platz, wobei der Endspurt entscheidend für das gute Ergebnis war. Der Start in die aktuelle Serie B begann vielversprechend mit zwei Siegen und zwei Unentschieden in den ersten fünf Spielen. Doch nach dem Erfolg gegen Reggiana am 27. September folgte eine enttäuschende Phase. In den folgenden drei Monaten gab es acht Unentschieden und fünf Niederlagen, wobei die Mannschaft pro Spiel nur ein einziges Tor erzielte. Zum Jahresende 2025 belegte Südtirol den 17. Platz mit lediglich 16 Punkten – nur drei mehr als das abstiegsgefährdete Pescara.

Der wendepunkt im neuen jahr
Mit dem Jahr 2026 begann jedoch eine neue Ära für Südtirol. Die Offensive fand wieder zur Torgefährlichkeit (Pecorino und Merkaj erzielten zusammen 6 Tore), während die Defensive deutlich stabiler wurde und nur 3 Gegentore in 7 Spielen kassierte. Zu den Erfolgen zählen Siege gegen Spezia, Empoli, Padova, Catanzaro und Bari sowie Unentschieden gegen Carrarese und Monza.

Verstärkungen im wintertransferfenster
Die positive Entwicklung ist nicht auf neue Spieler zurückzuführen. Der Wintertransfermarkt verlief ruhig und ohne Abgänge wichtiger Spieler. Stattdessen konnte Südtirol mit Verdi (von Como) und Crnigoj (von Triestina) zwei vielversprechende Neuzugänge verpflichten, die sich sofort in die Startelf integrierten. Zudem wurde Cragno für das Tor verpflichtet. Trainer Castori hält weiterhin an seinem bewährten 3-5-2-System fest und hat der Mannschaft neues Selbstvertrauen eingehaucht.
Blick auf die kommenden herausforderungen
Trotz des Aufschwungs mahnt Trainer Castori zur Bescheidenheit: “Wir haben einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht”, sagte er nach dem Sieg gegen Bari. “Playoffs? Wir müssen erst einmal sehen, wie wir aus den Spielen gegen Palermo und Venedig hervorgehen.” Diese beiden Partien gegen die Tabellenführer werden zeigen, ob Südtirol tatsächlich zu den Playoff-Anwärtern zählt. Inzaghi und Stroppa sind gewarnt: Dieser Südtirol ist anders als zuvor.
Die aktuelle tabellensituation im überblick
| Platz | Mannschaft | Punkte |
|---|---|---|
| 1. | Palermo | 45 |
| 2. | Venedig | 42 |
| 8. | Cesena | 37 |
| … | Südtirol | 33 |
