Wolfsberg schockt altach: abstiegskampf entbrennt in dramatischer phase!

Ein Auswärtssieg, der mehr als nur drei Punkte wert ist: Der Wolfsberger AC hat in Altach zugeschlagen und damit den Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga auf ein explosives neues Niveau gehoben. Nach über einem halben Jahr ohne Auswärtserfolg feierten die Kärntner einen überraschend deutlichen 4:1-Sieg, der die Verfolgergruppe enger zusammenrückt als je zuvor.

Silberberger bringt den wac zurück ins rennen

Thomas Silberberger scheint mit seiner Arbeit beim WAC tatsächlich Licht anzudenommen. Vier Punkte aus den letzten fünf Spielen, darunter zwei Siege – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Mannschaft wieder in die Spur findet. Der Kontrast zur „Roten Laterne“ ist enorm. Stattdessen blicken die Wolfsberger nun mit zwei Punkten Vorsprung auf Blau-Weiß Linz nach vorne, während der Druck auf die Konkurrenz immens gestiegen ist.

„An diese Konstellation kann ich mich nicht erinnern, jetzt ist der Druck bei allen Vereinen unermesslich hoch, das ist nicht gesundheitsfördernd“, kommentierte Silberberger nach dem Spiel im Sky-Interview. Seine Elf präsentierte sich in Schnabelholz von ihrer besten Seite und ließ keine Zweifel aufkommen, wer die Verhältnisse auf dem Platz bestimmte. Tore von Dominik Baumgartner, Rene Renner (per Freistoß), Angelo Gattermayer und Simon Piesinger besiegelten das Schicksal der Vorarlberger.

Der Sieg gegen Altach war brutal wichtig, so Kapitän Baumgartner. Die Selbstzweifel sind zwar noch nicht vollständig verschwunden, aber der Erfolg gibt dem Team die nötige Energie und das Selbstvertrauen, um die letzten Spiele der Saison zu bestreiten. Das nächste Duell am Samstag gegen den Tabellenführer der Qualifikationsgruppe, Ried, wird dabei eine weitere Bewährungsprobe.

Altach unter druck: zaric kritisiert desolate leistung

Altach unter druck: zaric kritisiert desolate leistung

Für Altach hingegen war es ein herber Rückschlag nach dem verlorenen Cupfinale gegen den LASK. Sportdirektor Philipp Netzer sprach von einer Situation, in der es allen Mannschaften bewusst sein müsse, in welcher Lage sie stecken. Coach Ognjen Zaric zeigte sich ebenfalls unzufrieden: „In den letzten zwei Spielen war nicht viel Freude dabei. Wir haben von vier Gegentoren drei aus Standardsituationen bekommen, das darf nicht passieren, das war nicht gut genug.“ Ein Seitenhieb auf Torwart Dejan Stojanovic vermied er jedoch.

Die Tabelle präsentiert ein dramatisches Bild: Fünf Mannschaften liegen innerhalb von nur drei Punkten – ein Nervenkitzel bis zum Schluss. Neben dem WAC und Altach sind auch WSG Tirol, der GAK und Blau-Weiß Linz in den Abstiegskampf verwickelt. Die Ausgangslage ist angespannt, und jeder Punkt ist entscheidend.

Und dann noch dieser unerwartete Nebeneffekt: „Wir sind jetzt besser – und das Hotel in Ried ist viel günstiger“, ließ Silberberger mit einem Augenzwinkern wissen. Ein Kommentar, der die Erleichterung und den gewonnenen Schwung des Teams deutlich macht.