Südamerikanische lebensfreude in bremen: wie argentinierinnen den bhc aufmischen
Bananenbrot, Mate-Tee und Bundesliga-Hockey – eine ungewöhnliche Mischung, die derzeit den Bremer Hockey Club (BHC) prägt. Fünf talentierte Spielerinnen aus Argentinien haben das Team verstärkt und bringen nicht nur ihr Können, sondern auch eine ganz besondere Leidenschaft mit.
Ein hauch von argentinien im hohen norden
Sie sind zwischen 23 und 29 Jahre alt, Reisen um die Welt und suchen in Bremen ihr Glück – die fünf argentinischen Hockey-Stars des BHC. Agostina Lovagnini und Delfina Granatto sind bereits erfahrene Kräfte, während ihre Teamkolleginnen zum ersten Mal in Deutschland spielen. Doch eines haben sie alle gemeinsam: die Liebe zum Hockey und der Wunsch, neue Kulturen kennenzulernen.
„Wir bringen viel Erfahrung mit ins Team“, erklärt Granatto. „Wir gehören zu den Besten und gehen mit unserem Hockey und unserer Art voran. Es ist mehr als nur ein Spiel – es ist ein Lebensstil.“ Die Spielerinnen sind nicht nur sportlich begabt, sondern auch Botschafterinnen ihrer Heimat. Sie teilen ihre Kultur mit dem Team und den Fans und bringen einen frischen Wind in die Bundesliga.

Mehr als nur hockey: eine neue familie
Doch das Leben in Bremen ist mehr als nur Training und Spiele. Die argentinischen Spielerinnen haben in der Familie Frerichs ein echtes Zuhause gefunden. Anne Jentschke, die Mutter von BHC-Kapitänin Lena Frerichs, kümmert sich liebevoll um ihre neuen Mitbewohnerinnen und versorgt sie mit kulinarischen Köstlichkeiten wie ihrem berühmten Bananenbrot. „Ich bin die Oma“, lacht Jentschke. „Sie sehen mich als ihre Oma an. Das ist schön.“
Die ungewöhnliche Verbindung zwischen den argentinischen Spielerinnen und der Familie Frerichs ist ein Beweis dafür, dass Sport Menschen verbindet und über kulturelle Grenzen hinweg Freundschaften entstehen lassen kann. Es ist eine Atmosphäre der Wärme und Geborgenheit, die den Spielerinnen hilft, sich in einer fremden Umgebung wohlzufühlen und ihr Bestes auf dem Platz zu geben.
Auch Trainer Florian Keller profitiert von den neuen Spielerinnen. „Sie spielen schneller, aggressiver, im positiven Sinne. Körperlicher. Da guckt man sich gern was ab“, sagt er. Der BHC hat mit den argentinischen Spielerinnen nicht nur seine sportliche Qualität verbessert, sondern auch ein Zeichen gesetzt: Hockey ist mehr als nur ein Spiel – es ist ein Lebensgefühl, das Menschen aus aller Welt verbindet. Die fünf Argentinierinnen haben gezeigt, dass mit Leidenschaft, Mut und einer gehörigen Portion Bananenbrot alles möglich ist. Die Saison 2026/27 verspricht daher ein spannendes Kapitel in der Geschichte des Bremer Hockey-Clubs zu werden.
