Stützle glänzt, scheitert, bleibt draußen – senators kippen aus playoff-zone

Tim Stützle lieferte zwei Vorlagen, vergab im Shootout – und Ottawa fiel aus den Wildcard-Rängen. Die 3:4-Pleite gegen Pittsburgh rüttelt die Senators auf, zehn Spiele vor Saisonende liegen sie einen Punkt hinter dem Strich. Die Uhr tickt laut.

Stützles diagnose: brillant, aber nicht eiskalt genug

Der 23-Jährige spielte sich in die Best-Of-Listen: erster Scorerpass an Brady Tkachuk, zweiter Querpass auf Claude Giroux. Doch als die Arena erstarb und die Scheibe auf sein Blade rollte, schlenzte er die Backhand zu hoch. Tristan Jarry blieb sitzen, Pittsburgh jubelte, Ottawa sammelte nur einen Zähler – zu wenig im Rennen um die letzten Posten.

Trainer Travis Green zuckte nach dem Bully nur mit den Schultern: „Wir kontrollierten 55 Minuten, verloren aber die Kante in der dritten.“ Die Statistik lügt nicht: Senators kassierten in den letzten fünf Partien vier Niederlagen, drei davon nach Verlängerung oder Penaltyschießen. Moralisch wertvoll, zählerarm – das ist kein Rezept für April.

Grubauer hält kraken am leben, samanski rutscht mit oilers weiter

Grubauer hält kraken am leben, samanski rutscht mit oilers weiter

Während Stützle frustriert die Kabine verließ, hielt Philipp Grubauer die Seattle Kraken mit 30 Saves gegen Tampa Bay bei der Stange. Das 4:3 nach Overtime bedeutet Tabellenplatz zehn, zwei Zähler hinter Nashville – bei noch zwei ausstehenden Duellen gegeneinander. „Wir haben unser Playoff-Schicksal selbst in der Hand“, sagte Grubauer, noch sichtlich mit Dampf im Helm.

In Edmonton fehlte Leon Draisaitl, aber Connor McDavid reichte. Drei Punkte (1+2) gegen Vegas, 4:3 nach Verlängerung – die Oilers halten Rang zwei der Pacific Division. Joshua Samanski stand erstmals seit fünf Spielen wieder auf dem Eis, spielte 9:42 Minuten ohne Scorerpunkt, doch die Bank zollte Respekt: „Er versteht seine Rolle, bringt Energie“, lobte Coach Kris Knoblauch.

Peterka und sturm bleiben außen vor – deutsche bilanz bleibt gemischt

John-Jason Peterka kam in Utah nicht auf Touren: 4:7 gegen Washington, kein Tor, keine Vorlage. Die Mammoth rutschen auf Rang elf, haben aber zwei Spiele weniger als die direkten Konkurrenten – theoretisch noch im Soll. Nico Sturm schaute von der Tribüne: gesund, aber Coach kein Zugriff auf die vierte Kette. Minnesota gewann trotzdem 3:2 gegen Florida und festigt Platz neun im Westen.

Die deutsche NHL-Statistik nach dem 27. März: fünf Akteure in unterschiedlichen Rollen, nur Grubauer und Samanski feiern zwei Punkte. Stützle bleibt Topscorer der Senators mit 69 Zähler, doch Zahlen allein reichen nicht. In zehn Tagen entscheidet sich, ob Ottawas Saison am 19. April endet – oder eben erst richtig beginnt.