Stützle versenkt senators mit fehlschuss – playoff-traum schwindet
Tim Stützle traf den Puck nicht, traf dafür aber die Enttäuschung jedes Senators-Fans mitten ins Herz. Ottawa kassierte in der Nacht zum Donnerstag eine 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen gegen Pittsburgh und rutschte aus den Wildcard-Plätzen. Der deutsche Star assistierte zweimal, scheiterte aber im Shootout – und das in einer Saison, in der jeder Punkt zählt.
Nur einen punkt entfernt, aber die luft wird dünn
Zehn Spiele bleiben den Senators, um die Saison noch zu retten. Ein Zähler trennt sie von den Playoff-Rängen, doch die Konkurrenz schläft nicht. Die Penguins nutzen die Chance, springen vorbei und lassen Ottawa nun hinter sich. Stützle zeigte erneut, warum er zum Fundament der Mannschaft gehört – doch sein Penaltyschuss landete im Fanghandschuh von Tristan Jarry. Kleinigkeiten entscheiden über große Träume.
Während in Ottawa die Köpfe hängen, feiert Seattle ein kleines Wintermärchen. Philipp Grubauer parierte 30 Schüsse der Tampa Bay Lightning und führte die Kraken zu einem 4:3-Sieg nach Verlängerung. Die Kraken bleiben dran, die Hoffnung lebt – und das vor allem dank ihres deutschen Goalies, der in den letzten Wochen eine kleine Renaissance erlebt.

Mcdavid trägt oilers – auch ohne draisaitl
Edmonton gewann ebenfalls mit 4:3 nach Verlängerung gegen Vegas, doch der Held hieß nicht Leon Draisaitl. Der verletzte Stürmer fehlte, aber Connor McDavid reichte allein – ein Tor, zwei Assists, ein Statement. Die Oilers halten Rang zwei in der Pacific Division, Joshua Samanski durfte mitjubeln. Für ihn ein Erfolg, für Draisaitl ein Grund zur Genesung.
Bei Utah Mammoth sieht die Welt dagegen weniger rosig aus. John-Jason Peterka blieb ohne Torbeteiligung, Utah verlor 4:7 gegen Washington. Dennoch: Die Mammoths stehen weiter in den Playoff-Positionen. Manchmal reicht auch ein schlechter Abend, um sich neu zu sortieren.
Nico Sturm musste beim 3:2-Sieg der Minnesota Wild gegen die Florida Panthers zuschauen – nicht einmal auf der Bank saß er. Sein Ex-Team unterlag, er selbst blieb außen vor. Sport kann grausam sein. Aber er wird zurückkommen. Das weiß jeder, der ihn je spielen sah.
Die NHL-Saison neigt sich dem Ende zu, die Nerven liegen blank. Für Stützle und die Senators tickt die Uhr. Noch zehn Spiele, noch zehn Chancen. Die Frage ist nur: Wer packt sie?
