Stuttgart demoliert augsburg 5:2 und schießt sich auf platz 3 – undav trifft wieder doppelt
Der VfB Stuttgart hat die Europa-League-Enttäuschung in 90 Minuten abgehakt. Mit einem 5:2 in Augsburg rast Sebastian Hoeneß’ Truppe auf Rang drei, und Deniz Undav schraubt seine persönliche Tor-Serie auf sechs Pflichtspiele in Folge. Die Schwaben spielten, als hätten sie nie etwas anderes gemacht – frisch, dominant, gnadenlos.
Hoeneß stellt um, augsburg gerät ins schleudern
Der VfB-Coach verzichtete auf die Dreierkette, setzte erstmals seit Wochen wieder auf eine Viererkette und rotierte auf fünf Positionen. Die Neulinge Jeltsch, Assignon, Chema, Nartey und Tiago Tomas wirkten, als stünden sie seit Jahren zusammen. Augsburgs Manuel Baum brachte Rexhbecaj für Jakic und rückte Banks in die Innenverteidigung – ein Schachzug, der nach 31 Minuten bereits zweimal begraben war.
Die Gäste erwischten einen Start nach Maß: Nach sieben Minuten hatte Undav bereits zwei Großchancen, in der zwölften traf er dann. Eine Führich-Flanke klatschte Keeper Dahmen unhaltbar vor die Füße des Nationalstürmers, der aus fünf Metern keine Gnade kannte. Die Heimelf antwortete mit harmlosen Distanzschüssen, während Stuttgart nachlegte. Tiago Tomas donnerte nach Hacken-Vorlage von Nartey das 2:0 (29.), Sekunden später köpfte Nartey selbst das 3:0 – die Partie war gelaufen, bevor sie richtig begonnen hatte.

Rieder trifft, undav antwortet – spiel entschieden
Baum wechselte zur Pause dreimal, Augsburg kam zurück. Rieder, einstiger VfB-Akteur, schoss den Anschlusstreffer (57.) – doch die Hoffnung währte 67 Sekunden. Führich zog ab, Dahmen parierte, Undav staubte zum 4:1 ab. Der Stürmer stand exakt da, wo ein Torjäger stehen muss: zwischen zwei Innenverteidigern, mit dem ersten Kontakt im Netz. Kade verkürzte noch auf 2:4 (71.), doch Stuttgart ließ nie die Kontrolle. In der 89. Minute nahm Undav einen Schlotterbeck-Patzer auf, legte quer auf Joker Demirovic – 5:2.
Die Zahlen sprechen für sich: 3,77 xGoals für den VfB, 60 % Ballbesitz, 13 Torschüsse mit elf aus der Box. Augsburg kassierte nach 14 Heimspielen ohne Niederlage wieder eine Pleite und rutscht auf Rang 13. Stuttgart feiert den dritten Sieg in Serie und geht mit breiter Brust in die Länderspielpause.
Am 29. Spieltag empfangen die Schwaben Dortmund – das Topspiel zwischen dem Zweiten und dem Dritten. Wer jetzt noch behauptet, der VfB wäre nur ein Pokal-Phänomen, hat die letzten 270 Minuten nicht gesehen.
