St. gallen schreibt geschichte: elf spiele ohne niederlage – und jetzt?

Elf Spiele. Keine Niederlage. Kein Zufall. Der FC St. Gallen hat nach dem 1:1 in Sion die längste Serie seiner Klubgeschichte egalisiert. Jetzt lauert das nächste Kapitel: am 6. April gegen den FC Zürich.

Der rekord ist da – aber basel bleibt oben

Der rekord ist da – aber basel bleibt oben

Die Ostschweizer schließen damit an die Glanzphase von 2021/22 an, als Peter Zeidlers Team nach der Winterpause elfmal in Folge ungeschlagen blieb. Die Parallele ist mehr als ein nettes Statistik-Detail: Sie zeigt, dass St. Gallen nicht nur mitspielt, sondern sich selbst übertreffen will. Doch ganz oben thront weiterhin der FC Basel. Die 28 Spiele ohne Pleite in der Saison 2013/14 sind ein Monument, das auch die aktuelle Serie nur aus der Ferne bestaunen kann.

Interessant: Die beiden direkten Verfolger Thun und Lugano haben ihre eigenen Rekorde bereits durchgebrochen – 13 bzw. 14 Spiele ohne Niederlage. Beide Serien sind jedoch gestoppt, beendet vom FC Zürich. Genau jener Gegner, der nun auch St. Gallen den nächsten historischen Schritt vermasseln könnte. Die Statistik lügt nicht: Der FCZ meldete sich zuletzt mit einem Sieg gegen Tabellenführer Thun zurück und ist alles andere ein Aufbaugegner.

Trainer bewahren Coolness. Die Spieler reden nicht vom Rekord. In der Kabine ist nur ein Satz zu hören: „Nächstes Spiel gewinnen.“ Dabei wissen alle: Ein Sieg gegen Zürich würde nicht nur die 12. Partie ohne Niederlage bedeuten, sondern auch den Grundstein für eine Saison legen, die längst über die reine Qualifikation hinausweist. St. Gallen spielt nicht nur um Punkte – sondern um Beständigkeit, Ansehen und ein Stück Ewigkeit.

Der Kanton Bern ist zurzeit das Maß aller Dinge: Thun dominiert, Lugano sticht heraus, St. Gallen schreibt Geschichte. Die Frage ist nicht mehr, ob die Serie endet, sondern wann – und wer das Ende schreibt. Die Antwort bekomgen wir am 6. April im Kybunpark. Dort wartet ein Zürich, das Historie nur dann stoppt, wenn es sie selbst erlebt hat.