Springer scheitert: noppert demoliert deutschen beim european darts grand prix

Ein Schock für die deutschen Dartshoffnungen in Sindelfingen! Niko Springer, der im Achtelfinale des European Darts Grand Prix auf Danny Noppert traf, musste sich dem unerbittlichen Niederländer mit 4:6 in Legs geschlagen geben. Ein bitterer Rückschlag, besonders angesichts seines überzeugenden Sieges über Titelverteidiger Gary Anderson am Vortag.

Die eiskalte präzision von

Die eiskalte präzision von 'the freeze'

Noppert, bekannt für seine beeindruckende Konstanz und seinen kühlen Kopf, präsentierte sich erneut in Topform. Sein Average von 98,34 pro Aufnahme und eine Checkout-Quote von 75 Prozent zeugten von einer herausragenden Leistung. Springer hingegen fand nicht mehr zu seinem brillanten Spiel der letzten Runde, was sich in einem schwachen Average von 87,58 und einer lediglich 30,77-prozentigen Double-Quote niederschlug. Dabei hatte er im Vorjahr in Ungarn noch den entscheidenden Finalwurf gegen Noppert landen können – ein ironisches Detail in dieser enttäuschenden Vorstellung.

Schon früh im Spiel offenbarte sich Springers Schwäche: Verpasste Doppelchancen im dritten Leg ermöglichten Noppert das frühe Break, das er bis zum Ende nicht mehr abgab. Auch als Springer durch einen zwischenzeitlichen 5:2-Rückstand kurzzeitig Hoffnung aufkeimte, konnte er seine Gegner nicht mehr unter Druck setzen. Noppert ließ sich nicht beirren und vollendete den Sieg mit einem souveränen 17-Darter zum Matchgewinn. Die deutsche Hoffnung ruht nun allein auf Martin Schindler, der am heutigen Abend gegen Jonny Clayton antreten wird.

Das Turnier, welches bereits im fünften von insgesamt fünfzehn European Tour Events ausgetragen wird, war ursprünglich mit sechs deutschen Teilnehmern gestartet. Ob Schindler die letzte deutsche Fahne hochhalten kann, wird sich am Sonntagabend zeigen. Die Frage ist: Kann er die Dominanz der Einzelspieler wie Noppert und Clayton aufhalten?