Karriereende mit wehmut: zippert tauscht ski gegen landwirtschaft
Ein Abschied, der schmerzt: Bei den bevorstehenden Schweizermeisterschaften 2026 in St. Moritz wird Lukas Zippert, ein talentierter Skirennläufer, seine aktive Karriere beenden. Er gehört zu einer Reihe von Athleten, die sich nach Jahren des Kampfes und der Entbehrungen von den Skipisten verabschieden. Doch Zipperts Geschichte ist besonders – eine Geschichte voller Verletzungen, unerfüllter Träume und eines überraschenden Neuanfangs.
Vom traum vom swiss-ski-kader zur bäuerlichen idylle
Lange kämpfte Lukas Zippert, unter dem Spitznamen „Zippihippie“ bekannt, um den Durchbruch im Ski Alpin. Jahrelang widmete er sich mit Leidenschaft und Disziplin dem Training, immer mit dem Ziel vor Augen, in den Kader von Swiss-Ski aufgenommen zu werden. Doch der Weg war steinig. Wiederholte Verletzungen bremsten seine Entwicklung und verhinderten, dass er sein volles Potenzial entfalten konnte. Ein Weltcupeinsatz blieb ihm letztendlich verwehrt, obwohl er im Europacup immer wieder für Furore sorgte.
Ein vierter Platz im Riesenslalom in Glungezer im Jahr 2021 markierte zwar seine beste Leistung, reichte aber nicht aus, um den großen Sprung zu schaffen. Die unvermeidlichen Rückschläge forderten ihren Tribut, sowohl körperlich als auch mental. Doch Zippert gab nie auf, sondern kämpfte weiterhin mit Herz und Seele für seinen Traum.

Gold bei der universiade und der schritt in ein neues leben
Ein strahlender Moment in Zipperts Karriere war der Gewinn der Goldmedaille im Super-G bei der Universiade 2019. Dieser Erfolg gab ihm neuen Auftrieb, doch die Verletzungen setzten ihn immer wieder zurück. Nun, mit 27 Jahren, hat er entschieden, einen Schlussstrich unter seine Karriere zu ziehen.
Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, blickt Zippert optimistisch in die Zukunft. Er wird sich künftig der Landwirtschaft widmen und einen Familienbetrieb in den Bündner Bergen übernehmen. Wie skinews.ch berichtet, ist dies für ihn ein Neuanfang, der ihm die Möglichkeit bietet, seine Wurzeln wiederzufinden und sich einer neuen Herausforderung zu stellen. Die Zahlen sprechen für sich: Zippert investiert in eine nachhaltige Landwirtschaft, um regionale Produkte anzubieten und gleichzeitig die Umwelt zu schonen.
Auch Marco Odermatt, der Schweizer Star des Skisports, betont die inspirierende Wirkung, die Zippert auf seine Teamkollegen hatte. Seine Entschlossenheit und sein Engagement trotz aller Widrigkeiten sind ein Vorbild für viele junge Athleten. Ein Abschied, der zeigt, dass es im Leben nicht immer nur um Siege und Erfolge geht, sondern auch um die Fähigkeit, sich neu zu erfinden und neue Wege zu gehen.
