Chiefs-überraschung: unbekannter running back könnte zum gamechanger werden!
Kansas City – Die Chiefs haben im diesjährigen Draft primär die Defense verstärkt, doch ein später Pick könnte sich als echter Glücksgriff erweisen: Running Back Emmett Johnson. Der Neuling sorgt bereits im Rookie Minicamp für Begeisterung und weckt Erinnerungen an einen ehemaligen Star.

Ein vergleich, der schmeichelt: johnson und lesean mccoy
Die Leistung von Johnson im Minicamp hat Head Coach Andy Reid beeindruckt. So sehr, dass er den Vergleich mit einem seiner früheren Ausnahmetalente nicht scheute. „Er hat ein gutes Gefühl für das Spiel. Ein smarter Spieler, ein guter Typ. Er hat diese seitliche Explosivität“, lobte Reid.
Der Vergleich, den Reid wagte, ist alles andere als gewöhnlich: Er sprach von LeSean McCoy, einem der prägendsten Running Backs seiner Generation. McCoy, bekannt für seine Agilität, blitzschnellen Richtungswechseln und Fähigkeiten im Passspiel, war ein Schlüsselfaktor für den Erfolg der Philadelphia Eagles. Und genau in diesen Bereichen sieht Reid bereits Parallelen zu Johnson.
Johnson, der von den Nebraska Cornhuskers kommt, überzeugte in seiner letzten College-Saison mit beeindruckenden 1400 Rushing Yards und insgesamt 15 Touchdowns. Hinzu kamen zahlreiche Receptions aus dem Backfield, was ihn zu einem der vielseitigsten Running Backs seines Jahrgangs machte. Dass er erst in der fünften Runde (Pick 161) gedraftet wurde, lag vor allem an seinen athletischen Testing-Werten, die nicht ganz auf Top-Niveau waren – ein Umstand, der den Chiefs nun zum Vorteil gereichen könnte.
Neben seiner Beweglichkeit ist es vor allem Johnsons Vielseitigkeit, die Reid anspricht. Der Coach betonte, dass der Rookie sowohl im Passspiel als auch im Blocking bereits positive Ansätze gezeigt habe. „Er fängt den Ball sehr mühelos. In unserer Offense ist das extrem wichtig – du musst fangen, blocken und laufen können. Je mehr du kannst, desto mehr werden wir dich in diesen Bereichen einsetzen“, erklärte Reid.
Diese Flexibilität könnte Johnson ermöglichen, schneller als erwartet Einsatzzeit zu sehen, vor allem über die Special Teams. Dort könnte er sich empfehlen und sich dann Schritt für Schritt in die Offense kämpfen. Die Konkurrenz im Backfield ist zwar groß – mit Kenneth Walker, Emari Demercado und Brashard Smith warten erfahrene Spieler auf ihre Chance – doch Johnsons frühe Eindrücke im Minicamp lassen optimistisch auf seine Zukunft in Kansas City blicken. Es bleibt abzuwarten, ob er das Potenzial entfalten kann, aber die ersten Anzeichen sind vielversprechend. Ein späten Draftpick, der die Chiefs-Offense revolutionieren könnte?
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