Zverev im achtelfinale: titelträume bleiben vorerst leise
Paris – Alexander Zverev hat sich trotz eines knappen Satzverlusts gegen Quentin Halys ins Achtelfinale von Roland Garros gekämpft. Der Weltranglistendritte präsentierte sich zwar nicht in Topform, bewies aber einmal mehr seine mentale Stärke und hält sich so im Turnier. Doch während andere Top-Favoriten bereits am frühen Mittwoch ausgeschieden sind, schwingt Zverev noch vorsichtig mit Titelgedanken.
Sinner und djokovic fehlen – zverev bleibt fokussiert
Das Aus von Jannik Sinner und Novak Djokovic hat die Pariser Tennisszene überrascht und die Tür für andere Spieler geöffnet. Zverev, der als einziger der Top 5 im Turnier verblieben ist, ließ sich von der Gunst der Stunde jedoch nicht zu überhasteten Versprechen hinreißen. „Ich muss mich auf die Dinge konzentrieren, die ich beeinflussen kann – und das sind meine Matches“, erklärte der Hamburger nach seinem hart erkämpften 6:4, 6:3, 5:7, 6:2-Sieg gegen den französischen Publikumsliebling Halys. Ein Durchhänger war zwar nicht zu übersehen, doch Zverev betonte, dass sein Leistungsniveau grundsätzlich stimme.
„Auch wenn ich heute einen kleinen Durchhänger hatte, spüre ich, dass mein Level da ist“, so Zverev. Seine Entschlossenheit, auch in der zweiten Turnierwoche weiterhin auf hohem Niveau zu agieren, ist unverkennbar. Er will jeden seiner Matches gewinnen, ein ehrgeiziges Ziel, das angesichts der bisherigen Leistungen durchaus realistisch erscheint.

De jong als nächste hürde – lucky loser auf dem vormarsch
Im Viertelfinale steht Zverev nun das Duell mit dem niederländischen Qualifikanten Jesper de Jong bevor. Der Weltranglisten-106. hat in Paris eine bemerkenswerte Vorstellung gezeigt. Nachdem er sein Qualifikationsfinale verloren hatte, sicherte er sich als Lucky Loser einen Platz im Hauptfeld und nutzte diese Chance auf sensationelle Weise. Der 25-Jährige eliminierte bereits den ehemaligen Turniersieger Stan Wawrinka und besiegte in der dritten Runde den Russen Karen Chatschanow in fünf Sätzen. Ein Gegner, der Zverev vor eine echte Herausforderung stellen könnte.
Die Partie gegen Halys offenbarte zwar Schwächen, doch die Reaktion des Deutschen nach dem Satzverlust war bezeichnend. Er fand zurück in sein Spiel, erhöhte den Druck und sicherte sich letztlich den Sieg. Die Frage ist nun, ob er diese mentale Stärke auch gegen den überraschend starken de Jong zeigen kann. Die Tenniswelt wird es am kommenden Freitag herausfinden.
