Zverev am boden: sinner baut traumduell mit alcaraz aus
Monte Carlo – Alexander Zverev, einst als Top-Anwärter auf den Titel, musste sich im Halbfinale des ATP Masters von Monte Carlo erneut Jannik Sinner geschlagen geben. Die achte Niederlage in Folge gegen den italienischen Dominator offenbarte tiefe Frustrationen beim Deutschen und ließ die Frage aufkommen, wann Zverev endlich den Code gegen Sinner knacken wird.

Einseitiges halbfinale: sinner kontrolliert das match
Das Duell zwischen Zverev und Sinner entwickelte sich zu einer bemerkenswert einseitigen Angelegenheit. Sinner präsentierte sich von Beginn an in Topform und ließ Zverev kaum Luft zum Atmen. Bereits im ersten Satz gelangen dem Italiener zwei Breaks, und Zverev wirkte von der Präzision und Intensität des Gegners völlig überfordert. Der Satz endete mit 6:1 für Sinner, und die Frage war nicht, ob, sondern wie lange Zverev mithalten könnte.
Auch im zweiten Satz kämpfte sich Zverev mühsam zurück, doch Sinner ließ nicht locker. Ein weiteres Break brachte dem Italiener die Satzführung ein, und nach 1:22 Stunden musste sich Zverev mit 4:6 geschlagen geben. „Ich weiß nicht, was ich gegen ihn machen soll“, gab ein sichtlich frustrierter Zverev im ersten Satz zu seinem Coach zu.
Die Worte des Deutschen trafen den Nagel auf den Kopf. Sinner scheint die Schwächen von Zverev perfekt analysiert und seine Spielweise darauf abgestimmt zu haben. Seine präzisen Schläge und sein aggressives Spielverhalten ließen Zverev kaum eine Chance, sein Spiel durchzusetzen.
Rory McIlroy, der selbst gerade in Augusta triumphiert hatte, verfolgte das Halbfinale aufmerksam. „Es gibt tolle Halbfinals in Monte Carlo – vor allem Sinner gegen Zverev“, kommentierte der Golfstar.
Die fünf Partien ohne Satzgewinn gegen Sinner verdeutlichen die zunehmende Bedeutung des Italieners im Tenniszirkel. Zverevs Bemühungen, das Duell zu drehen, scheinen bisher vergeblich. Während Sinner am Sonntag die Chance hat, gegen Carlos Alcaraz um den ersten Platz in der Weltrangliste zu kämpfen, steht für Zverev die Titelverteidigung in München an – ein willkommenes, wenn auch schwieriges Ziel.
Die Niederlage in Monte Carlo wirft die Frage auf, ob Zverev seine Strategie gegen Sinner überdenken muss. Kann er die Muster durchbrechen und dem italienischen Spielstil entgegenwirken, oder wird er weiterhin in der italienischen Wand gefangen bleiben?
