Zidanes wm-debüt: maskenmann leidet unter messi-perfektion
Kansas City bebte Zeuge eines denkwürdigen, wenn auch unglücklichen WM-Debüts für Luca Zidane. Der 28-jährige Algerier, Sohn der Fußballlegende Zinédine Zidane, kassierte im Auftaktspiel gegen Argentinien drei Gegentore – zwei davon waren besonders schmerzhaft. Ein Auftakt, der weit entfernt ist von dem, was sich der junge Torwart nach monatelanger Verletzungsgeschichte erhofft hatte.

Ein schatten der verletzung hängt über dem algerier
Noch im April stand die WM-Teilnahme Zidanes in den USA, Mexiko und Kanada auf Messers Schneide. Ein brutaler Zusammenstoß mit einem Gegenspieler im April hatte ihm einen Kiefer- und Kinnbruch zugefügt. Die auffällige Maske, die er nun trägt, ist nicht nur ein Zeichen seines Kampfes, sondern auch eine notwendige Vorsichtsmaßnahme. Sein Vater, der selbst als Weltmeister von 1998 in Erinnerung geblieben ist, verfolgte das Spiel von der Tribüne aus, sichtlich betroffen.
Die Entscheidung, für Algerien zu spielen, war für Zidane eine Herzensangelegenheit. „Mein Vater hat sich gefreut, denn er wusste, dass ich das unbedingt machen wollte“, erklärte er. Die Staatsbürgerschaften Frankreichs und Algeriens erlaubten ihm die Wahl – eine Wahl für seine Großeltern und seine Wurzeln. Die FIFA hatte im September 2025 den Verbandswechsel bewilligt, ein Schritt, der Zidane persönlich viel bedeutete.
Gegen Argentinien hatte Zidane zunächst keine Schuld an den Gegentoren. Ein unhaltbarer Weitschuss von Messi in der 17. Minute war schlichtweg außergewöhnlich. In der zweiten Halbzeit prallte ein weiterer Distanzschuss unglücklich von ihm ab, ließ Messi zur 2:0 Führung sprinten. Das 3:0 durch den argentinischen Superstar war bereits nicht mehr abwendbar. Die Algerier stehen nun vor einer enormen Herausforderung: Nur noch ein Sieg in den verbleibenden Spielen gegen Jordanien und Österreich kann die Chance auf ein Weiterkommen wahren.
Es ist ein bitteres Debüt für Luca Zidane, der sich nach so viel Kampf und Entbehrung mehr erhofft hatte. Doch der junge Torwart zeigt Charakter. Er hat seinen eigenen Weg gefunden, fernab des riesigen Schatten seines berühmten Vaters. Und dieser Weg führt ihn, so scheint es, noch in mindestens zwei weiteren WM-Spielen. Die Frage ist nun, ob er und sein Team die Chance nutzen können, die Situation zu wenden. Die Gruppe J ist hart umkämpft, und die Algerier müssen sich nun neu sammeln, um den Traum vom WM-Triumph am Leben zu erhalten. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Zidane seine Nerven behält und die Herausforderung annimmt.
