Wm-stickerfieber in mainz: vater und sohn sammeln seit jahrzehnten

Mainz. Die Fußballweltmeisterschaft 2026 in Mexiko, den USA und Kanada weckt nicht nur auf dem Rasen Begeisterung – auch die Panini-Sticker erfreuen sich wieder großer Beliebtheit. In Mainz sammeln Jos (10) und sein Vater Jörg Mauritz seit Jahrzehnten mit Leidenschaft die kleinen Bildchen und sind damit alles andere als allein. Das Duo zeigt, wie eine gemeinsame Leidenschaft Generationen verbindet und was die Jagd nach den begehrten Stickern wirklich bedeutet.

Ein familienritual, das tradition atmet

Für Jörg Mauritz ist das Sammeln von WM-Sticker mehr als nur ein Hobby – es ist ein Familienritual. „Es hat mich einfach fasziniert, Packungen zu kaufen und die aufzureißen“, erinnert sich der 58-Jährige. Seit 1978 fehlt in seinem Haus kein Album, eine Sammlung, die er nun mit seinem Sohn Jos teilt. „Ich habe ihm quasi die Sammel-Leidenschaft vererbt“, lacht Jörg.

Die beiden sitzen am Wohnzimmertisch, vor ihnen ein fast vollgeklebtes Album der WM 2026. Jos reißt aufgeregt ein Päckchen auf. „Zwei Glitzerne!“, jubelt er, als er die silbernen Sticker mit den Verbandslogos von Österreich und Ägypten entdeckt. Ein Moment der Freude, der sich seit Jahrzehnten wiederholt.

Der preis der leidenschaft: ein teures vergnügen

Der preis der leidenschaft: ein teures vergnügen

Doch die Leidenschaft fürs Sammeln hat ihren Preis. Für ein Päckchen mit sieben Stickern muss man in Deutschland aktuell 1,50 € bezahlen. „Das ist Geldmacherei“, stellt Jörg fest, der sich an die Zeiten erinnert, als ein Päckchen deutlich günstiger war. Trotzdem schrecken ihn die Kosten nicht ab. „Ein volles Album ist richtig wertvoll“, erklärt er. Sein ältestes Album aus dem Jahr 1978 könnte er für 400 bis 500 Euro verkaufen.

Mehr als nur geld: die wertigkeit der erinnerung

Mehr als nur geld: die wertigkeit der erinnerung

Doch für Jörg geht es um mehr als nur den finanziellen Wert. Besonders wertvoll ist ihm das Album aus der WM 2014, das er gemeinsam mit seinen Söhnen gesammelt hat. „Da waren meine Jungs fünf und sechs Jahre alt. Da konnte ich sie zum ersten Mal begeistern“, erzählt er mit einem Lächeln. „Für mich ist es das Album, das vor allem auch von meinen Jungs gesammelt wurde.“

Die jagd nach dem seltenen glück

Die jagd nach dem seltenen glück

Auch Jos hat bereits seine eigenen Tricks entwickelt, um an die begehrten Sticker zu kommen. „Man kann manchmal bei den Packungen hinten durchschauen und sieht schon, da steht Extra-Sticker“, verrät er grinsend. Und so geht die Suche weiter, Päckchen für Päckchen, bis das Album vollständig ist.

Die Geschichte der Mauritz-Familie zeigt, dass das Sammeln von Panini-Sticker mehr ist als nur ein Hobby – es ist eine Leidenschaft, die Generationen verbindet und Erinnerungen schafft. Und solange Jos voller Begeisterung Päckchen aufreißt, wird Jörg seine Sammlung mit Freude weiterführen.