Yeray álvarez kehrt zurück: krebs, dopingbann, comeback – seine unglaubliche geschichte

Yeray Álvarez steht kurz vor dem Comeback. Nach Krebs, zwei Operationen und einem zehnmonatigen Dopingbann darf der Innenverteidiger des Athletic Bilbao am 2. April offiziell wieder auflaufen. Das Spiel bei Getafe könnte seine Premiere sein – und die Krönung eines Kampfes, der weit über den Fußball hinausgeht.

Von der krebsdiagnose zum rückfall

Es begann im Dezember 2016. Yeray wurde nach einem Training zu einem Gespräch in die Geschäftsstelle von Athletic gerufen. Dort warteten bereits der damalige Präsident Josu Urrutia, der Cheftrainer Ernesto Valverde und der medizinische Leiter Josean Lekue. Die Diagnose: Testikel­krebs. Eine Operation folgte, ein Testikel wurde entfernt. Nur 42 Tage später spielte er schon wieder – gegen den FC Barcelona.

Doch der Krebs kehrte zurück. Im Sommer 2017, während er mit der spanischen U21-Nationalmannschaft im Trainingslager war, erhielt er erneut einen Anruf. Diesmal war Chemotherapie nötig. Sieben Monate Pause. Er kehrte zurück – am 4. Februar, dem Weltkrebstag.

Der dopingfall – ein versehen mit folgen

Der dopingfall – ein versehen mit folgen

Am 1. Mai 2025, kurz vor dem Europa-League-Halbfinale gegen Manchester United, fiel ein Dopingtest positiv aus. Die Substanz: Canrenon, ein verbotenes Diuretikum. Die Quelle: Haarwuchsmittel seiner Partnerin. Yeray hatte seine eigenen Tabletten gegen die durch die Chemotherapie ausgelöste Alopezie aufgebraucht und griff auf das Präparat seiner Freundin zurück – ohne zu wissen, dass es eine verbotene Substanz enthielt.

Die UEFA sprach von „nicht vorsätzlichem Verhalten“, dennoch folgte ein zehnmonatiger Bann. Seit dem 2. Juni 2025 war er suspendiert. Seit dem 2. Februar darf er wieder mit der Mannschaft trainieren. Am 2. April endet die Sperre.

Ein kämpfer im stillen

Ein kämpfer im stillen

Während der Sperre lebte Yeray wie ein Außenseiter. Er durfte nicht ins Trainingsgelände in Lezama, nicht in die Kabine in San Mamés, nicht mit der Mannschaft reisen. Er trainierte allein – mit speziellen Fitnesstrainern, mit Mentalcoaches, mit militärischer Disziplin. Athletic half, wo es konnte, blieb aber zurückhaltend, um die UEFA-Regeln nicht zu brechen.

Er verzichtete auf sein Gehalt. Er sprach nicht viel – aber wenn, dann mit der Ruhe eines Mannes, der schon zweimal dem Tod ins Auge geblickt hat. „Ich habe schon Schlimmeres überstanden“, sagte er bei seiner einzigen Pressekonferenz in einem Hotel in Bilbao – ohne Clublogo, ohne Bühne.

Die rückkehr steht bevor

Nun ist er wieder da. Nicht ganz, aber fast. Er hat Trainingsrückstand, kein Pflichtspiel seit Mai 2025. Doch wer Yeray kennt, weiß: Er hat schon zweimal zurückgekehrt, wenn niemand mehr daran geglaubt hat. Diesmal ist es kein Krebs, sondern ein Bann. Aber die Botschaft ist die gleiche: Aufgeben kommt nicht infrage.

Das Spiel in Getafe wird kein normales Spiel für ihn sein. Es wird ein Statement. Für alle, die kämpfen. Für alle, die fallen. Und für alle, die wieder aufstehen.