Eintracht-frauen drehen kölner blitzstart in dramatischer schlussphase
Marina Hegering traf nach 120 Sekunden, 2.050 Zuschauer im Südstadion jubelten schon – und dann kam Laura Freigang. Die Eintracht-Frankfurt-Frauen kassieren das frühe 0:1, drehen aber nach dem Seitenwechsel binnen fünf Minuten die Partie und verpassen dem 1. FC Köln den nächsten Heimdämpfer.
Riesen-flanke, freigang-kopfball, ausgleich
Kurz vor der Pause hätte es beinahe den K.o. gegeben, doch Remina Chibas Lupfer landete in Fuchs’ Handschuhen. Die Antwort folgte nach dem Tee: Nadine Riesen schlägt die Hereingage vom linken Flügel, Freigang verlädt die gegnerische Abwehr und hämmert die Kugel aus 13 Metern ins Kreuzeck. 58. Spielminute, 1:1, Deckung der Kölnerinnen steht noch.
Die Entscheidung fällt fünf Minuten später. Sara Doorsoun schickt Amelie Bohnen mit einem Pass in die Schnittstelle, die Verteidigerin verliert die Übersicht, Chiba stürmt durch und lässt Fuchs keine Chance. 2:1 – das rettet Platz drei und die Resthoffnung auf Europapokal-Feuerwerk.

Donnerstag wartet schweden
Nächster Härtetest schon in 72 Stunden: Im Viertelfinal-Rückspiel der Champions-League-Qualifikation muss das Team von Chefcoach Niko Arnautis das 0:3 gegen BK Häcken aus dem Hinspiel aufholen. Anpfiff in der heimischen Stadionanlage ist um 18.30 Uhr, das Ziel klar: Finale oder nichts.
Mit dem Sieg in Köln hat die Eintracht ihre Mini-Krise nach zwei sieglosen Partien beendet und vor allem Moral bewiesen. Die Tabelle lügt nicht: 39 Punkte nach 17 Spielen, nur zwei Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Bayern. Die Meisterschaft bleibt offen, der Traum von der Königsklasse lebt – und Freigang sowie Chiba haben den Grundstein dafür gelegt.
