Wolfsburg wirft stewart raus – playoff-platz rutsch weg

Die Grizzlys haben genug. Nach drei Pleiten in Serie und dem drohenden Aus aus den direkten Playoff-Rängen schickt der Club Trainer Mike Stewart samt Assistent Gary Shuchuk vor die Tür – fünf Spieltage vor Saisonende.

Der saison-endspurt ohne den chef

Der Rücktritt nach der Olympia-Pause war ein Desaster: 2:4 gegen Schwenningen, 0:4 in Straubing, 2:3 n.V. gegen Frankfurt. Statt Angriff auf Rang sechs plötzlich nur noch zwei Punkte Vorsprung auf die Pre-Playoff-Gefahrenzone. „Wir brauchen einen neuen Impuls“, sagt Aufsichtsrat Klaus Mohrs. Schuldzuweisungen? Fehlanzeige. Trotzdem muss Stewart gehen, dessen Vertrag ohnehin im Sommer ausläuft.

Die Zahle lautet 53. So viele Jahre ist der Kanadier alt – und genauso viele DEL-Spiele hat sein Team diese Saison bereits verloren. Die Bilanz: 22 Niederlagen, nur 19 Siege. Das reicht hinten und vorne nicht für die erhoffte Halbfinaleinzug-Serie wie 2022 und 2023.

Ingolstadt droht als nächster prüfstein

Schon morgen Abend (19.30 Uhr) gastiert der ERC Ingolstadt in der Eisarena, Tabellenvierter, Viertelfinale-Ticket so gut wie sicher. Wer die Bank der Grizzlys betreut, bleibt offiziell ein Geheimnis. Intern kursiert der Name des bisherigen Assistenztrainers Thomas Schuster – ein Ex-Profi, der die Kabine kennt und in der Länderspielpause die U23 aufgelaufen hat.

Die Uhr tickt. Am 16. März folgt das direkte Duell bei den Augsburger Panther. Bei einer Niederlage dort würde der neun Punkte Vorsprung auf Rang elf schmelzen – und das Minimalziel Pre-Playoffs tatsächlich zur Katastrophe werden.

Stewart selbst reagierte auf Anfrage nicht. Seine letzte WhatsApp-Statusmeldung an die Mannschaft: „Keep the heads up.“ Die Köpfe sind oben, nur der Coach ist weg.