Schweizer ski-asse kämpfen in kranjska gora um alles
Das Wochenende in Kranjska Gora ist kein gewöhnliches. Es ist das letzte Aufgebot vor dem großen Saisonfinale – und für mehrere Schweizer Athleten könnte es die letzte Chance sein, sich noch in eine bessere Ausgangslage zu bringen. Swiss-Ski schickt 14 Athleten nach Slowenien. Vierzehn. Das ist kein Kader, das ist ein Aufgebot mit Botschaft.
Meillard trägt die schweiz auf beiden schultern
Der Mann, auf den alle schauen, ist Loïc Meillard. Der frischgebackene Olympiasieger ist der einzige Schweizer, der sowohl im Riesenslalom am Samstag als auch im Slalom am Sonntag an den Start geht. Zwei Rennen, zwei Disziplinen, ein Athlet. Das sagt viel über seine aktuelle Form – und noch mehr über den Zustand des restlichen Kaders.
Im Riesenslalom läuft er allerdings hinter Marco Odermatt als Nummer zwei ins Rennen. Das ist keine Kritik, das ist schlicht die Realität: Odermatt ist in dieser Disziplin eine Kategorie für sich. Mit Thomas Tumler und Luca Aerni stehen zwei weitere Olympia-Teilnehmer parat, während Sandro Zurbrügg, Lenz Hächler und Fadri Janutin nach starken Europacup-Auftritten ihre Chance im Weltcup wittern.

Im slalom läuft nicht alles rund – und das weiß jeder
Offen gesagt: Die Slalom-Saison der Schweizer war bisher kein Meisterstück. Meillard und Tanguy Nef stachen heraus, der Rest blieb hinter den Erwartungen. Trotzdem reist ein Acht-Mann-Aufgebot nach Slowenien – mit unterschiedlichsten Zielen im Gepäck.
Ramon Zenhäusern und Marc Rochat jagen noch den Sprung in die Top 25 der Gesamtwertung, was ihnen einen Startplatz beim Weltcupfinale sichern würde. Das Zeitfenster schließt sich. Matthias Iten hat sich als Aufsteiger der Saison einen Namen gemacht, Daniel Yule fuhr bei den Olympischen Spielen immerhin in die Top 15 – ein Zeichen, dass er noch nicht fertig ist.
Und dann ist da noch Joel Lütolf. Er will in Kranjska Gora zum ersten Mal in seiner Karriere Weltcuppunkte holen. Für ihn geht es nicht um Finalteilnahmen oder Podestplätze – es geht um diesen einen Moment, der alles verändert. Manchmal sind das die interessantesten Geschichten des Wochenendes.
Kranjska Gora ist selten der Ort der großen Überraschungen. Aber der Hang hat schon öfter Karrieren neu geschrieben. Für einige Schweizer beginnt die Saison 2025/26 faktisch schon an diesem Sonntag – je nachdem, wie dieses Wochenende endet.
