Wolfsburg: hecking sieht chance im leverkusen-druck

Leverkusen bangt um die Champions League, Wolfsburg ums Überleben – ein Parallelgeschehen, das am Samstagabend (15.30 Uhr/Sky) in der BayArena eine hochbrisante Begegnung verspricht. VfL-Trainer Dieter Hecking sieht darin nicht nur für sein Team eine Chance, sondern auch eine Möglichkeit, den Werkself-Ansturm auf die begehrten internationalen Plätze zu bremsen.

Die werkself unter zugzwang – ein geschenk für die wölfe?

Die werkself unter zugzwang – ein geschenk für die wölfe?

„Wenn sie gegen uns nicht gewinnen, werden die Champions-League-Plätze fast schon nicht mehr erreichbar sein“, betonte Hecking am Donnerstag. Bayer Leverkusen, aktuell Tabellensechster mit vier Punkten Rückstand, stehe vor einem „schweren Restprogramm“ und benötige gegen Wolfsburg unbedingt einen Sieg. Der Druck liege klar auf den Hausherren, so der Coach. „Wie sie damit umgehen, weiß ich nicht. Auch sie haben etwas zu verlieren. Das ist auch eine Chance für uns.“

Doch Wolfsburg hat selbst mit größeren Sorgen zu kämpfen. Der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz beträgt bereits fünf Zähler, was die Aufgabe extrem erschwert. Hecking mahnte daher vor allem eines an: defensive Stabilität. „Wenn wir in Leverkusen zehn Torchancen ermöglichen, dann wird es knallen. Da haben sie dann schon die Qualität, mit ihren Offensivspielern uns wehzutun.“

Die Wolfsburger Abwehr präsentiert sich seit Oktober äußerst anfällig – das letzte Spiel ohne Gegentor liegt weit zurück. Ob man diese Negativserie in Leverkusen durchbrechen kann? „Das weiß ich nicht“, gab Hecking offen zu. „Das ist mir auch egal. Wenn wir 3:2 gewinnen – scheiß auf die Serie. Es geht darum, dass wir Spiele gewinnen.“ Ein Sieg in Leverkusen wäre für den VfL nicht nur ein wichtiges Signal im Abstiegskampf, sondern auch ein Beweis für die mentale Stärke der Mannschaft.