Wolf und nycfc kassieren späte klatsche gegen messis miami
Yankee Stadium, Minute 61: Lionel Messi zirkelt den Ball aus 22 Metern in den Winkel, Hannes Wolf schaut ihm hinterher. Die 2:2-Ausgleich-Finte des Argentiniers ist gleichzeitig der Startschuss für ein furioses Finish, das den Österreicher und seinen New York City FC mit 2:3 in die Knie zwingt.

Messis freistoß wird zum wendepunkt
Bis dahin hatte Wolf die Partie als Rechtsverteidiger solide gestaltet, Miami-Flügelspieler Robert Taylor weitgehend entzaubert. Doch nach dem 2:2 durch Messis Freistoß dreht Inter auf, NYCFC verliert die Ordnung. „Wir haben drei, vier Umstellungen nicht mitbekommen, plötzlich standen wir offen wie ein Scheunentor“, sagte Trainer Nick Cushing nach Abpfiff. Die Folge: Suárez köpft das 3:2 (75.), Wolf sieht Gelb (78.) und wird zwei Minuten später ausgewechselt.
Die Niederlage ist NYCFCs erste im fünften Saisonspiel, doch die Tabelle lügt nicht: New York bleibt Zweiter der Eastern Conference, einen Punkt vor Miami. „Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können, aber Kleinigkeiten entscheiden gegen solche Stars“, so Wolf, der nach 83 Minuten mit hängendem Kopf vom Platz schlurfte.
Die Statistik nagt an ihm: In drei Duellen gegen Messi kassierte der 24-Jährige nun drei Niederlagen, dabei nie länger als 83 Minuten auf dem Rasen. Die nächste Chance auf Revanche gibt es am 20. Juni im DRV-PNK-Stadion von Fort Lauderdale – vorausgesetzt, Wolf steht dann noch in der Startelf. Denn die Konkurrenz schläft nicht: Tayvon Gray trainiert wieder, Mitropulos wird nach seiner Gelb-Sperre zurückkehren.
Für NYCFC geht es am Wochenende gegen DC United weiter. Die Lehre aus der Nacht im Bronx-Spotlight: Ein Freistoß von Messi reicht, um eine komplette Saisonplanung durcheinanderzuwirbeln. Wolf wird sich das Video wohl ein paar Mal ansehen – und hoffen, dass er beim nächsten Mal früher reagiert.
