Rb leipzig schlägt freiburg: frauen-bundesliga kocht wieder

Die Roten Bullen stampfen durch. Nach dem 2:0 gegen den SC Freiburg haben RB Leipzigs Frauen die sechste Partie in Folge ohne Niederlage überstanden und sich mit einem Schritt aus dem Tabellenkeller befreit.

Sachsen entfachen zweite halbzeit

Was vor der Pause noch wie ein Schachspiel ohne Springer aussah, entlud sich nach dem Seitenwechsel. Julia Landenberger nagelte einen Freistoß aus 18 Metern unter die Latte – Rebecca Adamczyk war chancenlos. Die Freiburger Antwort blieb blass, weil Nicole Ojukwu nach zwei Foulwarnungen in der 58. Minute vorzeitig duschen musste. Die Geduld der Gäste riss mit ihr.

Delice Boboy bereitete den Schlusspunkt vor: Ihr Schuss klatschte gegen die Querlatte, fiel hinter die Linie und besiegelte die Niederlage der Breisgauer. Die Breisgauer hatten vor allem Elvira Herzog zu spüren bekommen. Die Leipziger Torfrau wehrte in der ersten Hälfte zwei Großchancen ab, als die Gäste noch auf Augenhöhe rangierten.

Jonas stephan sieht serie gefestigt

Jonas stephan sieht serie gefestigt

Trainer Jonas Stephan sprach nach Abpfiff von einer „seriösen Vorstellung“ und lobte die defensive Stabilität. Sein Team habe „nicht mehr mit kleinen Fehlern gejongliert“, sondern die Partie kontrolliert. Mit nun 18 Zählern springt RB auf Rang neun – nicht Weltklasse, aber ein Anfang, der den Druck nimmt.

Während die Leipziger durchatmen, wird es für Carl Zeiss Jena immer dunkler. Die Thüringer kassierten bei Bayer Leverkusen das 0:1 und bleiben Schlusslicht. Der Vorsprung des ersten Nichtabstiegsplatzes wächst auf fünf Punkte an. Nelly Juckel vergab in der Nachspielzeit sogar den Ausgleich – Symbolik für ein halbes Jahr voller verpasster Chancen.

Die Bundesliga-Fans erleben gerade, wie sich das Mittelfeld aufteilt: Leipzig sucht oben Anschluss, Jena bangt am anderen Ende. Zwölf Spieltage bleiben, um die Karten endgültig zu mischen. Die Roten Bullen sind wieder im Galopp – und haben ihre Hufe fest im Boden.