Wm 2026: platzverweise drohen neuen rekord!

Nordamerika bebt – und zwar nicht nur wegen des Fußballs! Bei der aktuellen Fußball-WM werden Spieler in Rekordhöhe vom Platz gestellt. Droht der unglaubliche Wert von 2006?

Eine neue disziplinierungs-welle fegt über das turnier

Eine neue disziplinierungs-welle fegt über das turnier

Die Eröffnungsspiele haben den Ton gesetzt: Acht Platzverweise in nur 40 von 104 Partien – das ist bereits das Doppelte dessen, was bei der letzten WM in Katar zu Buche schlug. Belgiens Nathan Ngoy war der achte Spieler, der nach einer Notbremse gegen den Iran frühzeitig duschen musste. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache und lassen eine alarmierende Entwicklung erkennen.

Besonders kurios: Bisher wurden ausschließlich rote Karten gezückt. Das oft diskutierte Gelb-Rot fehlt in den Statistiken noch, was die Situation noch brisanter macht. Der frühe Platzverweis im Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika, bei dem gleich drei Spieler die Rote Karte sahen, deutet auf eine neue Härte im Schiedsrichterwesen hin.

Miguel Almiron von Paraguay sorgte für weiteren Gesprächsstoff, als er sich bei einer Auseinandersetzung mit Mert Müldür – und wurde dafür vom Schiedsrichter bestraft. Hier zeigt sich eine neue Interpretation der Regeln, die für zusätzliche Spannung sorgen könnte.

Der historische Rekord von 28 Platzverweisen, aufgestellt 2006 in Deutschland, gerät zunehmend in Gefahr. Allein die „Schlacht von Nürnberg“ zwischen Portugal und den Niederlanden mit viermal Gelb-Rot demonstrierte das frühere Ausmaß der Disziplinarmaßnahmen. Die anschließenden Turniere zeigten einen Rückgang, aber die aktuelle Entwicklung lässt vermuten, dass diese Tendenz nun durchbrochen wird. Südafrika 2010 verzeichnete 17 Platzverweise, Brasilien 2014 zehn, während Russland 2018 und Katar 2022 nur jeweils vier verzeichneten.

Die Frage ist: Werden die Schiedsrichter diesen Trend bremsen oder sehen wir einen neuen historischen Wert? Die kommenden Spiele werden es zeigen.