Almería: ronaldo steigt ein, während die schuldenberge wachsen!
Ein überraschender Deal erschüttert die andalusische Liga: Cristiano Ronaldo nimmt eine beträchtliche Beteiligung am krisengeschüttelten UD Almería. Doch während die Fans jubeln, häufen sich die Fragen nach der finanziellen Stabilität des Vereins, der weiterhin verzweifelt versucht, den Rückkehr in die Primera División zu forcieren.
Die saudische rettungsmission: ein teurer traum
Der Abstieg aus der Eliteserie im vergangenen Jahr hat tiefe Wunden in Almería hinterlassen. Die neue saudische Eigentümergruppe, angeführt von Turki Alalshikh und nun verstärkt durch Mohamed Al-Khereiji, hat sich ambitioniert zur Aufgabe erklärt, das Team schnellstmöglich zurück in die erste Liga zu führen. Doch die Investitionen sind enorm. Laut Daten von Intelligence 2P hat der Verein bereits kombiniert 47 Millionen Euro an Verlusten aus dem Geschäftsjahr 2024/25 und dem prognostizierten Budget für 2025/26 erlitten.
Der Transfer von Ronaldo, der 25% der Anteile erworben hat, mag auf den ersten Blick wie ein Coup wirken, doch er wirft auch ein Schlaglicht auf die prekäre finanzielle Lage. Während die Liga-Konkurrenz mit bescheidenen Mitteln auskommen muss, scheint Almería in einen teuren Wettlauf verwickelt zu sein – ein Wettlauf, der bisher ohne Erfolg geblieben ist. Der verpasste Aufstieg im Playoff gegen Real Oviedo, der mit einem Verlust von 22,8 Millionen Euro verbunden war, hat die Situation weiter verschärft.

Ein transfer-karussell und ungewöhnliche sponsoren
Die Verkäufe von Spielern an saudische Klubs und andere internationale Destinationen – darunter Luis Suárez für 22 Millionen Euro und Marc Pubill für 16 Millionen Euro – sollen zumindest einen Teil des Defizits abdecken. Doch die Frage bleibt, ob diese kurzfristigen Einnahmen ausreichen, um die langfristigen finanziellen Herausforderungen zu bewältigen.
Besonders auffällig sind die Sponsoring-Verträge, die oft aus dem Königreich Saudi-Arabien stammen. Die Restaurantskette Kudu und Domino’s Pizza als Hauptsponsoren werfen Fragen nach der Transparenz und Marktgerechtigkeit auf. Die Liga überprüft regelmäßig, ob diese Verträge tatsächlich den Marktpreisen entsprechen, doch Zweifel bleiben bestehen.

Ein teuer-vergnügen: gehaltsprämien und verschwundene einnahmen
Der Verein verfügt trotz seiner Zweitligastatus über eine beachtliche Gehaltsstruktur: 44,5 Millionen Euro werden jährlich für Spieler und Trainer ausgegeben – eine Summe, die nur von wenigen anderen Teams in der Liga erreicht wird. Die Einnahmen aus dem Fernsehen sind im Vergleich zur Primera División drastisch gesunken, was den Druck auf die Sponsoren und Transfergeschäfte weiter erhöht. Die Zahl der Dauerkartenabonnenten ist ebenfalls um die Hälfte gesunken.
Die Investitionen in die neue Sportanlage, die in zwei Phasen entstehen soll, deuten darauf hin, dass die Eigentümer langfristig an den Verein glauben. Doch ob diese Investitionen sich auszahlen, hängt letztlich von der sportlichen Leistung und der finanziellen Stabilität des Klubs ab.
Cristiano Ronaldos Beteiligung ist zweifellos ein Aufmerksamkeitserreger. Aber die wahre Herausforderung für Almería besteht darin, eine nachhaltige finanzielle Basis zu schaffen und den Aufstieg in die Primera División nicht zu einem kostspieligen Fehltritt zu machen.
