Wembanyama-ellenbogen: spurs-coach verteidigt star nach haken!
San Antonio – Ein Foul, das für Aufsehen sorgt: Basketball-Superstar Victor Wembanyama (22) traf im Conference-Halbfinale gegen Minnesota Timberwolves seinen Gegenspieler Naz Reid mit einem Ellenbogen am Hals. Während die NBA die Aktion auf den ersten Blick nicht ahndet, sorgt die Rechtfertigung von Spurs-Coach Mitch Johnson für zusätzliche Kontroverse.
Johnson: „er muss sich selbst schützen“
Die Szene ereignete sich im zweiten Viertel des packenden Spiels. Wembanyama, der bis dato vier Punkte und vier Rebounds erzielte, verlor nach einem Rebound die Nerven, als er von zwei Gegenspielern bedrängt wurde. In diesem Moment ließ sein rechter Ellenbogen unkontrolliert in Richtung des Kopfes von Naz Reid fliegen. Der Center der Timberwolves wurde sowohl am Kinn als auch am Hals getroffen. Wembanyama musste daraufhin das Spielfeld verlassen.
Doch Coach Johnson sieht die Situation aus einer anderen Perspektive. „Ich bin froh, dass er die Sache selbst in die Hand genommen hat“, erklärte er nach dem Spiel. „Nicht im Sinne davon, auf Naz Reid einzuschlagen, versteht sich.“ Vielmehr sieht er in dem Foul eine Reaktion auf mangelnden Schutz durch die Schiedsrichter. „Er wird sich selbst schützen müssen, wenn andere es nicht tun. Und ich finde das widerlich.“
Die Kritik an den Referees ist offen und deutlich. Johnson argumentiert, dass der Nummer-1-Pick von 2023 von den Timberwolves überhart angegangen wurde, was von den Schiedsrichtern nicht konsequent geahndet wurde. „Wir beschweren uns nicht, wir konzentrieren uns aufs Spielen“, betonte Johnson. „Aber irgendwann muss er geschützt werden. Falls nicht, wird er sich selbst schützen müssen – und leider passieren dann eben solche Dinge.“
Die NBA verzichtete zunächst auf eine Sperre für Wembanyama, sodass er bereits am Mittwoch im fünften Spiel der Serie (Stand 2:2) wieder auf dem Court stehen wird. Ob er sich diesmal besser im Griff hat und den aggressiven Spielweise der Timberwolves gewachsen ist, bleibt abzuwarten. Die Frage ist, ob er seine Emotionen in Schach halten kann, ohne sich erneut in Schwierigkeiten zu bringen. Die Serie verspricht jedenfalls weitere spannende Duelle und möglicherweise weitere Kontroversen rund um den jungen französischen Superstar.

Die schiedsrichter im fokus
Die Entscheidung der Schiedsrichter, Wembanyama nicht sofort vom Platz zu stellen, wird von vielen Fans und Experten kritisiert. Es bleibt abzuwarten, ob die NBA die Situation noch einmal überprüfen und nachträglich eine Strafe verhängen wird. Fakt ist: Die Szene hat das Spiel überschattet und die Diskussion über die Grenzen des Erlaubten im Basketball neu entfacht. Die Timberwolves werden sich darauf einstellen müssen, Wembanyama noch stärker zu schützen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.
Die Spurs müssen sich darauf verlassen, dass Wembanyama seine Aggressivität in positive Energie umwandelt und sein Team zum Sieg führt. Denn eines ist klar: Ohne seinen Superstar wird es für San Antonio schwer, die Serie gegen die Timberwolves zu drehen.
