Warriors verabschieden sich blutleer – curry schaut zum ersten mal seit 2012 kein playoff
Die Nacht, in der Steph Curry zum ersten Mal seit zwölf Jahren nicht dabei ist, roch nach Chlor und verbranntem Gummi. Phoenix warf Golden State mit 111:96 aus dem Play-In-Grab, Orlando zertrümmerte Charlotte gar 121:90 – und plötzlich steht die NBA ohne ihre Poster-Boys da.
Jalen green schickt curry in den frühurlaub
36 Punkte in 33 Minuten, 6/6 aus der Mitteldistanz, 8/14 von jenseits der Linie – Jalen Green spielte die Partie seines Lebens und ließ die Warriors alt aussehen wie ein Flip-Phone. „Wir haben ihn doppelt, wir haben ihn triple-teamed, am Ende haben wir nur noch gehofft, dass er seine Schuhe zubindet“, sagte Steve Kerr nach der Pleite, während Draymond Green und Devin Booker mit 58 Sekunden Restzeit die Desperados-Rolle austauschten und beide mit einem technischen Foul vom Feld flogen.
Die Warriors verloren das erste Viertel 15:33, weil sie in den ersten acht Minuten sieben Ballverluste produzierten – ihr Saison-Achillesferse. Curry brauchte 14 Würfe für 17 Punkte, Porzingis humpelte, Gary Payton II lieferte zwar 23 Punkte von der Bank, aber die Energie-Reserve war nach dem 24-Stunden-Sieg in L. A. gegen die Clippers einfach leer. Phoenix trifft nun auf Oklahoma City, die Titelverteidiger, und hat plötzlich ein Jahr geschenkt bekommen.

Orlando entfesselt banchero und sagt charlotte den april-krieg an
Wer diese Magic in der Regular Season gesehen hat, traute ihnen keinen Playoff-Korb zu. Dann kam das Play-In – und plötzlich war alles größer, schneller, brutaler. Paolo Banchero versenkte 25 Punkte in 27 Minuten, holte 6 Assists und ließ Charlotte-Coach Charles Lee ratlos am Spielfeldrand stehen: „Wir haben sie physisch unterschätzt. Das haben sie uns umgehend ausgeteilt.“
68:37 zur Halbzeit, 61 % Field-Goal-Quote gegen 32 %, 11 Turnovers der Hornets – das Kia Center verwandelte sich in eine Schießbude. Wendell Carter und Franz Wagner schaufelten gemeinsam 34 Punkte, selbst Goga Bitadze durfte sich mit einem Dunk versenken. LaMelo Ball warf im dritten Viertel 23 Punkte, aber das war, als wolle man ein hausgroßes Feuer mit einem Wasserglas löschen. Charlotte verlängert die Durststrecke auf zehn Jahre ohne Playoff, Orlando fliegt als Nummer-Acht-Saat nach Detroit – und trifft dort auf Cade Cunningham und die Pistons.
Für Kerr läuft in San Francisco der Countdown: Vertrag aus, Kader alt, Luxus-Steuer explodiert. Die Frage ist nicht mehr, ob es eine Revolution gibt, sondern wie laut die Explosion knallt. Die Warriors gehen leer aus, die Sonne geht für Phoenix auf – und die NBA schreibt das erste Kapitel ohne ihren liebsten Zauberer.
