Vuskovic zieht weiter: hsv trauert schon jetzt
Die Uhr tickt. Noch sieben Mal wird Luka Vuskovic im Trikot des Hamburger SV auflaufen, dann ist Schluss. Die Leihe endet, der 19-Jährische muss zu Tottenham zurück – und dort wartet keine Liebesbegrüßung, sondern ein Machtkampf um seine Zukunft.
Die Fans ahnen es. Die Stimmung im Volksparkstadland kippt von Bewunderung in Wehmut. Kein Wunder: Vuskovic ist kein gewöhnlicher Leihspieler. Er ist der Abwehrchef, der Kopfballungeheuer, der Kroate, der den HSV mit 1,94 m Körpergröße und 60 Millionen Euro Marktwert in die Höhe wuchsen ließ. Doch der Klub, der ihn auslieh, glaubte offenbar nicht daran, dass er schon bereit ist für die Premier League. Das nahm Vuskovic übel.
Warum tottenham nicht das letzte wort hat
Der Vertrag läuft bis 2030, doch das Papier ist kein Garant für Spielzeit. Vuskovic will international spielen – und zwar sofort. Champions League, keine Kompromisse. Das hat er laut Insidern klargemacht. Tottenham steht kurz vor dem Abstiegskampf, die sportliche Perspektive ist düster. Also lauert der Spieler. Und mit ihm Pini Zahavi.
Der 83-jährige Superagent pflegt seit Jahrzehnten exzellente Beziehungen zu Barcelona. Zahavi vertritt nicht nur Vuskovic, sondern auch Hansi Flick und Robert Lewandowski. Wenn er mit Joan Laporta spricht, hört der Präsident des FC Barcelona zu. Ivan Rakitic legte nach. Der Ex-Barça-Star empfahl dem Klub den jungen Kroaten – persönlich. Die Katalanen suchen einen großen, kopfballstarken Innenverteidiger. Vuskovic passt ins Profil wie der Pass in den Lauf von Lewandowski.

Real madrid, liverpool, chelsea – ein bazar der großklubs
Auch Real Madrid hat die Akte wieder geöffnet. Bereits in der Jugend wollten die Königlichen den damals 16-Jährigen verpflichten. Es damals nicht geschafft, jetzt liegt der nächste Versuch nahe. Die Defensive der Madrilenen altert, Eder Militão fällt länger aus. Flüchtige Lösung? Vuskovic.
Liverpool diskutiert ebenfalls. Ibrahima Konaté könnte den Verein verlassen, ein Platz im Zentrum würde frei. Chelsea, Klub-Weltmeister und Transfergigant, hat Geld und Bedarf. Die englische Insel wird zur Schaltzentrale seines Sommers.
Doch der Preis ist kein Pappenstiel. 60 Millionen Euro – Tendenz steigend. Tottenham wird nicht einfach nachgeben. Die Spurs wissen: Verkaufen sie jetzt, kassieren sie eine Summe, die den Neuaufbau finanzieren kann. Halten sie ihn, riskieren sie, dass Vuskovic sich in zwei Jahren ablösefrei verabschiedet. Ein klassisches Dilemma.

Deutsche klubs schauen nur vom rand
In Deutschland bleibt der Blick aus der Ferne. Der BVB plant um Nico Schlotterbeck, Leverkusen um Edmond Tapsoba – beide Klubs haben andere Sorgen. Bayern München? Dayot Upamecano verlängerte, ein Platz ist blockiert. Vuskovic will Titel gewinnen, nicht warten. Der HSV war eine Station, keine Endstation.
Die WM 2025 in USA, Mexiko und Kanada könnte den Marktwert noch treiben. Spielt er wie bisher, steigt die Ablöse. Fällt er aus, steigt das Risiko. Für ihn selbst ist das Turnier die Bühne, auf der er sich für den nächsten Schritt empfehlen will.
Die Fans in Hamburg werden ihn feiern, solange es geht. Dann wird er gehen – nicht als Verräter, sondern als Ausnahmetalent, das nie für die zweite Liga bestimmt war. Die Trennung ist nicht tragisch, sie ist logisch. Und sie kommt früher, als alle dachten.
