Campregher stürzt in vikersund: wirbelsäule gebrochen, op mit sechs schrauben

Was zunächst wie ein glimpflich ausgegangener Sturz wirkte, entpuppt sich als schwere Verletzung mit monatelangen Folgen: Andrea Campregher zog sich beim Testsprung amMonsterbakken in Vikersund einen Wirbelbruch sowie Schäden an den angrenzenden Wirbelfragmenten zu. Der 24-jährige Italiener wurde noch am Samstag operiert – zwei Metallplatten, befestigt mit sechs Schrauben, halten seitdem seine Wirbelsäule zusammen.

Sechs bis acht monate außer gefecht – und das nach dem karriereende

Campregher selbst meldete sich über das Portal Skijumping.pl zu Wort und ließ keine Zweifel an der Schwere seiner Verletzung. Sechs bis acht Monate darf er seine Wirbelsäule nicht belasten – bis die Ärzte das eingesetzte Material wieder entfernen können. Laufen kann er zwar schon wieder, aber das ist der einzige Lichtblick in einer Diagnose, die deutlich düsterer ist als die ersten Berichte vermuten ließen. Diverse Medien hatten zunächst lediglich einen Rippenbruch gemeldet.

Was die Geschichte noch bitterer macht: Campregher hatte seine aktive Karriere als Profispringer bereits vor einem Jahr beendet. In Vikersund war er als offizieller Testspringer im Einsatz – eine Aufgabe, die eigentlich Routine sein sollte. Wurde sie nicht.

Ein anzug verliert die spannung – und campregher trifft eine fatale entscheidung

Ein anzug verliert die spannung – und campregher trifft eine fatale entscheidung

Der Sturz selbst hätte möglicherweise verhindert werden können. Beim ersten Versuch am Monsterbakken hatte Campregher bereits erhebliche Probleme, den Flug sauber zu stehen. Dabei nahm sein Anzug Schaden: Ein elastisches Band, das er eingebaut hatte, um die Schrittlängenkontrolle zu bestehen, verlor nach dem ersten Sprung seine Spannung. Der Anzug war zu weich, zu lang – aerodynamisch kompromittiert.

Ich hätte mich zurückziehen sollen, aber ich entschied mich, noch einen Sprung zu versuchen