Völler deckt auf: so kalt kalkuliert nagelsmann mit undav
Rudi Völler spricht Klartext – und macht klar, dass Deniz Undav nur eine Nebenrolle bei der WM bekommen wird. Der DFB-Sportdirektor bestätigte am Rande des U21-Spiels in Athen, was viele ahnten: Julian Nagelsmann hat dem Stuttgarter den Joker-Status verordnet, mehr nicht.
„Wunderbare gespräche“ – aber keine chance auf startelf
„Da liegt gar nichts im Argen“, sagte Völler bei ProSieben Maxx. Gemeint ist: Es gibt keinen Streit, nur eine klare Hierarchie. Gespräche führten nicht zu mehr Einsatzzeit, sondern zur Einsicht. Nagelsmann hatte es vorhergesagt, Undav wird sich damit abfinden müssen.
Trotz seines Siegtreffers gegen Ghana (2:1) bleibt der Angreifer Außenseiter. „Eher unwahrscheinlich“, dass er von Anfang an spielt, hatte der Bundestrainer gesagt. Völler bestätigt: „Dass jeder von Anfang an spielen möchte, ist ja klar.“ Klar ist auch: Ein Platz in der Startelf ist nicht verhandelbar.

Pfiffe gegen sané überraschen völler
Überrascht zeigte sich der 64-Jährige indes über die ausgebuhten Pfiffe beim Einwechseln von Leroy Sané in Stuttgart. „Das war so nicht eingeplant“, sagte er. Eine Stadion voller Fans, die sich gegen einen eigenen Spieler wendet – das irritiert selbst den erfahrenen Manager.
Undav bleibt derzeit das, was er schon war: ein Schlitzohr mit Knipserqualitäten. „Der in den paar Minuten sofort auf dem Platz ist“, so Völler. Nur eben nicht länger. Die Tore, die er schießt, bleiben seine einzige Waffe – und vielleicht seine einzige Chance, die Rolle doch noch zu wenden. Die Zeit dafür wird knapp.
