Kanada-gp: motorausfall zerstört russell's hoffnung – antonelli profitiert!

Ein Schock für Mercedes, ein Paukenschlag für die Formel 1: George Russell verlor beim Großen Preis von Kanada in der 30. Runde dramatisch die Kontrolle über seinen Boliden, nachdem der Motor plötzlich ausgefallen war. Ein Ausfall, der nicht nur Russell in Rage versetzte, sondern auch die Weltmeisterschaft neu ordnen könnte.

Mercedes-teamchef ratlos nach dem technischen defekt

Die Szene war unfassbar: Russell, der kurz zuvor noch in Führung gelegen hatte, verlor plötzlich jeglichen Vortrieb. „Der Motor ist einfach ausgegangen, wir wissen nicht warum“, erklärte Bradley Lord, der stellvertretende Teamchef von Mercedes, sichtlich ratlos in der deutschen TV-Übertragung bei Sky. Ein ähnlicher Vorfall bei Teamkollege Kimi Antonelli führte zu einer sofortigen Überprüfung, doch nennenswerte Maßnahmen konnten nicht ergriffen werden.

Die Ursache für den Ausfall liegt offenbar in der Verwendung neuer Technologien und Motoren. „Das sind immer noch frische Technologien, da kann sowas leider passieren“, räumte Lord ein. Ein bitteres Los für Russell, der nun weiter hinter Antonelli in der Fahrerwertung zurückfällt.

„Keine Elektrik, keine Bremse – mir fehlen die Worte“, stammelte Russell nach dem Rennen, sichtlich frustriert. Er hatte zuvor den Sprint gewonnen und die Pole-Position erobert, hatte intensive Zweikämpfe mit Antonelli bestritten. „Es war ein gutes Wochenende, ich hätte wohl nichts besser machen können. Aber was soll ich machen?“

Ein duell auf messers schneide – und ein hoher blutdruck

Ein duell auf messers schneide – und ein hoher blutdruck

Der interne Mercedes-Kampf hatte die Fans in Atem gehalten. Die Zweikämpfe zwischen Russell und Antonelli waren intensiv, teilweise sogar „ein bisschen zu spannend“, wie Lord zugab. „Der Blutdruck ist schon in die Höhe gegangen.“ Russell selbst sah das jedoch nicht als problematisch an. „Großartig, ich habe es geliebt! Es war hart, eng, ohne Kontakt – genau so muss Rennfahren sein. Es wäre schön gewesen, wenn das noch 30 Runden so weitergegangen wäre.“ Ein sentiment, dem die Motorsport-Fans wohl zustimmen, den Mercedes-Verantwortlichen aber vermutlich weniger.

Die Reifenwahl von McLaren beim Start sorgte ebenfalls für Aufsehen. Eine riskante Entscheidung, die sich als fatal erwies. Doch das ist eine andere Geschichte, die zeigt, wie schnell sich in der Formel 1 die Verhältnisse ändern können. Russell's Ausfall ist ein deutliches Zeichen dafür: Auch die besten Teams sind nicht vor technischen Problemen gefeit. Die Weltmeisterschaft ist noch lang, aber dieser Tag in Montreal wird Russell lange verfolgen.