Vfl bochum schlägt doppelt zu und erstickt kaiserslauterns aufstiegstraum

Der VfL Bochum hat der 2. Bundesliga eine Schippe Schweiß auf die Stirn getrieben. Drei Minuten reichten, um das Schicksal des 1. FC Kaiserslautern und das eigene Saisonziel neu zu schreiben. 3:2 hieß es am Ende, Platz neun statt Abstiegskampf, sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. Die Luft, die zuletzt dünn war, riecht jetzt nach Hoffnung.

Lo que nadie cuenta es que Uwe Rösler seine Bank schon vor der Pause geimpft hatte. Mats Pannewig, 20 Jahre, noch mit Schulterzucken eingewechselt, versenkte die Kugel 69 Minuten später zur Führung. Davor hatte Callum Marshall den Ausgleich erzielt – ein Kopfball, der wie ein Faustschlag wirkte. Die Partie war ein offener Schlagabtausch, aber die zweite Halbzeit gehörte ausschließlich dem VfL.

Der dreher von ritter reichte nicht

Marlon Ritter hatte mit einer Pirouette Francis Onyeka ausgetanzt und den Ball ins lange Eck gepackt. 2:1 für Lautern, die Elf vom Betzenberg schon in Gedanken im Aufstiegsrennen. Doch der VfL schlug zweimal zurück – und zwar so schnell, dass selbst die eigenen Fans zuerst staunten, dann jubelten.

Philipp Hofmann hatte schon nach neun Minuten per Kopf die Führung erzielt, sein sechstes Saisontor. Doch Norman Bassette glich aus, Ritter drehte die Partie. Die Bochumer Antwort folgte auf dem Fuße. 66., 69. Minute – zwei Schüsse, drei Punkte, ein neues Lebensgefühl.

Kaiserslautern muss den blick nach unten richten

Kaiserslautern muss den blick nach unten richten

Elf Punkte fehlen den Pfälzern auf Platz drei, der Traum von der Bundesliga ist jetzt Makulatur. Die zweite Niederlage in Folge hinterlässt eine Delle im Selbstvertrauen. Trainer Dirk Schuster sprach von „zu viel Leichtsinn“, doch das Problem ist ein anderes: Ohne stabile Defensive gewinnt man keine Saison, sondern nur Spiele.

Im Ruhrstadion war die Atmosphäre am Ende elektrisch. Die Bochumer Fans sangen sich heiser, die Spieler fielen sich in die Arme. Der Abstand zur Abstiegszone ist jetzt ein kleiner Puffer, aber in der 2. Bundesliga kann sich keiner ausruhen. Die nächste Woche bringt schon das nächste Finale.

Die Zahl spricht für sich: In den letzten fünf Spielen holte der VfL nur zwei Punkte. Jetzt sind es drei auf einen Schlag – und ein neues Kapitel.