Vingegaard jagt ayuso durch frankreich: paris–nizza live ab sonntag

Der Kampf um das Gelbe Trikot beginnt morgen ohne Tadej Pogacar, dafür mit einem Duell auf höchstem Niveau: Jonas Vingegaard trifft auf Juan Ayuso – und beide haben nur acht Tage, um ihre Form für die Saison zu demonstrieren.

Warum die 84. paris–nizza diesmal früher brennt

Die Organisatoren haben die Strecke härter gemacht, die Zeitfahren weggelassen und dafür zwei Bergetappen in die Südalpen gesetzt. Das Resultat: Kein Prolog, dafür am ersten Sonntag schon 171 flache Kilometer, bei denen sich die Sprinter verausgaben müssen, bevor es in die Hügel geht. Wer hier zögert, verliert. Wer zu fratt attackiert, verbraucht Kraft für die Entscheidung auf dem Mont Auron.

Visma–Lease a Bike schickt Vingegaard erstmals seit seinem Sturz im letzten Jahr in ein Etappenrennen. „Ich fühle mich bereit“, sagte er am Rande der Präsentation, aber die Frage ist: Bereit für wen? Ayuso wechselte zu Lidl–Trek und bringt 1,89 m Attackierlaune mit. Dazu Daniel Martínez, der Kolumbianer, der bei Red Bull–Bora–hansgrohe die Kapitänsbinde übernahm. Drei Anführer, ein Ziel: Gelb.

Die etappen, die entscheiden könnten

Die etappen, die entscheiden könnten

Freitag, 13. März: Barbentane–Apt. 179 Kilometer, drei Anstiege der vierten Kategorie, Hitze, Mistralwind. Samstag, 14. März: Nizza–Auron. 138,7 Kilometer, aber 3.000 Höhenmeter, Schlussanstieg 11,5 %. Wer hier nicht zulegt, fliegt raus aus der Wertung. Die letzte Etappe am Sonntag ist zwar nur 145 Kilometer lang, aber mit dem Col de la Porte und dem Anstieg nach Nice ein Mini-Roubaix auf Asphalt.

Matteo Jorgenson, der Doppelsieger der beiden Vorjahre, fehlt. Florian Lipowitz auch. Das Feld ist jünger geworden, dafür aggressiver. Die Teams wissen: Wer in dieser Woche zeigt, dass er mit den Besten mithalten kann, dem glauben sie auch im Juli auf den Alpenpässen der Tour.

So sehen sie das rennen live

Eurosport 1 und 2 übertragen jeden Tag ab 14:30 Uhr, Kommentator Karsten Migels bekommt Verstärkung durch Rolf Aldag. HBO Max streamt parallel und bietet Zusatzkanäle mit ungefiltertem Radiokommentar der Teams. Wer keine Zeit hat, kann auf eurosport.de mit dem Liveticker mithalten – dort gibt es Sturzberichte, Quoten und Kurzinterviews direkt aus dem Auto des Rennleiters.

Die App von Eurosport liefert Push-Benachrichtungen, wenn das Feld auseinanderbricht. Die Zahl, die dabei im Blick bleiben sollte: 48,2. Das ist der durchschnittliche Pulsschlag von Vingegaard auf der letzten Bergankunft des Vorjahrs. Wenn Ayuso oder Martínez diesen Wert überbieten, wird Gelb zur Farbe des Tages.

Paris–Nizza gilt als Formbarometer für die Tour. Wer hier nicht mitspielt, spielt im Sommer keine Rolle. Die Straßen von Carrières-sous-Poissy bis nach Auron werden deshalb zum Schauplatz einer kleinen Generalprobe – mit echten Schlagzeilen und echten Verlierern. Die Uhr tickt. Der Countdown läuft. Und das Gelbe Trikot wartet auf einen neuen Helden.