Verstappen plant den exit: trotz vertrag bis 2028 könnte er 2025 aufhören
Max Verstappen zählt die Runden nicht mehr, weil er angreift – er zählt sie, weil er leidet. 15, 10, 5 … und endlich die Zielflagge. Der Weltmeister gestand nach dem Rennen in Sakhir, er habe die Kilometer heruntergezählt wie ein Gefangener. Drei Grand Prix ohne Podest, das zuletzt 2016 passiert. Die Konsequenz: Der 26-Jährige spielt laut dem niederländischen Insider Erik van Haren (De Telegraaf) mit dem Gedanken, schon Ende 2025 die Koffer zu packen – zwei Jahre vor Vertragsende.
Warum jetzt der bruch droht
Die neue Technik-Richtlinie trifft den RB20 wie ein Bumerang. Kein Downforce in langsamen Kurven, instabile Aerodynamik, Reifen, die nicht in das Fenster kommen. Teamchef Laurent Mekies versucht, die Stimmung zu dämpfen: „Max wird lächeln, sobald wir ihm ein Auto liefern, das Gas annimmt.“ Doch die Werkstatt kommt nicht hinterher. Red Bull verliert 0,4 Sekunden auf der Geraden, und die Upgrade-Pipeline verstopft. Die Angst vor einem zweiten McLaren-Jahr 2024 wächst.
Verstappen selbst schaltet auf Durchzug. Er sagt, die aktuelle Show sei „kein Rennen, sondern ein Termin“. Die Worte klingen wie ein Abschiedsbrief. Intern hat er angekündigt, sich nach der Sommerpause neu zu bewerten. Sollte der B-Rumpf nicht liefern, zieht er die Notschleuchte. Die Klausel: Ausstieg 2025 möglich, wenn Leistungsziele verfehlt werden. Das gibt ihm Macht, das Team in maximal sechs Monaten unter Druck zu setzen.

Was ein vorzeitiger exit bedeuten würde
Red Bull steht ohne Nachfolger da. Sergio Pérez ist ebenfalls unzufrieden, der Juniorpool (Lawson, Tsunoda, Hadjar) noch roh. Ein Wechsel zu Mercedes? Toto Wolff würde den niederländischen Superstar sofort einfliegen lassen, Verstappens Vertragspartner Jumbo könnte die Lücke bei Mercedes-Partner AMG füllen. Die Alternative: Sabatical und Wechsel 2027 zu Audi, die bereits Werbung um ihn machen.
Für die Formel 1 wäre der Verlust des aktuellen Maßstabs ein Imageschaden. Die Serie verliert ihren Shootingstar, die TV-Quoten in den Niederlanden (bisher 1,4 Mio. Zuschauer pro Samstag) würden einbrechen. Die Marketingmaschine rund um Oranje-Fan-Reisen und Verstappen-Airlines müsste neu justiert werden. Die Liga der Giganten würde einen ihrer letzten echten Helden verabschieden – und das, weil sie sich mit ihren Regeln selbst entzaubert hat.
