Laporta bricht das schweigen: messi-rauswurf war kein fehler – und der clásico-krieg eskaliert
Barça-Boss Joan Laporta wirft den Handschuh: Messis Abgang war „die einzig richtige Entscheidung“, Madrid bekam eine „Barcelonitis“ und die Superliga ist für ihn Geschichte. Das Interview mit El País liest sich wie ein Kampfprogramm – und zündelt am Tag der Wahrheit neu.
Warum messi gehen musste – und laporta keine sekunde bereut
„Ich musste handeln, die Zahlen schrien“, sagt Laporta. Der Klub war laut ihm 1,3 Milliarden Euro verschuldet, die Löhne fräßen 98 % der Einnahmen. „Leo war am Ende seiner Karriere, wir mussten umsteuern.“ Ein neues Team, neue Gehälter, neue DNA. Der Argentinier wollte mithelfen, doch die Liga-Cap blockierte. „Er wollte bleiben, wir konnten ihn nicht halten.“ Ergebnis: Ein Jahr später kehrt die Wirtschaftsgesundheit zurück – und Laporta fühlt sich bestätigt.
Die Trennung sei „generational change“ gewesen, kein Verrat. „Wer mir Vorwürfe macht, soll die Bilanz lesen.“

Clásico-krieg: „die schiedsrichter haben barça-phobie“
Der Präsident zieht den nächsten Schlagabtausch. Madrid bekommt nach seiner Lesart systematisch den Vorteil. „Wir müssen drei Tore Vorsprung sichern, damit es reicht.“ Der Grund: „Barcelonitis – die Liga leidet daran.“ Er liefert keine Beweise, liefert aber Empörung. Die nächsten Clásicos werden bruzzeln.

Superliga-aus: „kein objekt mehr“
Die europäische Prestige-Idee sei „nicht konkretisierbar“ gewesen, sagt Laporta. Die UEFA habe Reformen versprochen, Barça zog Konsequenz. „Wir haben es kommuniziert, niemand hörte zu – dann gingen wir.“ Für ihn ist die Episode beendet, auch wenn Florentino Pérez weiter daran bastelt.
Negreira-sumpf: „sie bauen eine lüge“
Laporta sieht hinter den Zahlungen an den ehemaligen Schiedsrichter-Chef eine Kampagne. „Jedes Mal, wenn das Verfahren zu Ende scheint, bringen sie nicht beweiskräftige Stücke.“ Ziel: „Den glorreichsten Zeitraum des Klubs diskreditieren – Rijkaard bis Guardiola.“ Er wirft Madrid vor, die Story zu bedienen, um die eigene Dominanz zu rechtfertigen. Seit Pérez‘ Auftritt im Fall habe die Beziehung „deutlich gelitten“ – diplomatisch: „auf Eis“.
Messi-comeback: „möglich, wenn beide seiten wollen“
Ein Raunen geht durchs Camp Nou. Laporta hält die Rückkehr des Weltmeisters offen. „Kommt darauf an, ob Leo und der FC Barcelona sich wieder finden.“ Kein Nein, kein Ja – nur ein Kalkül: „Interessen können sich wieder kreuzen.“ Nach dem Sommer 2025 läuft sein Vertrag in Miami aus. Die Uhr tickt.
Fazit: Laporta liefert keinen Seelenverkauf, sondern ein Schlachtplan. Die Schulden schrumpfen, die Rivalität wächst, Messis Schatten bleibt. Wer jetzt denkt, der Präsident würde sich verstecken, irrt: Er zieht die Schwerter und fordert Gegner und Fans heraus. Die nächste Saison wird laut – und sehr politisch.
