Var-entscheidung umstritten: tah-tor fällt!
Boston – Die deutsche Nationalmannschaft hat im Sechzehntelfinale der WM 2026 gegen Paraguay einen Punkt verdient, doch die umstrittene Entscheidung des VAR sorgte für hitzige Diskussionen. Jonathan Tahs vermeintlicher Führungstreffer in der Verlängerung wurde zurückgenommen, was laut Expertenmeinung ein klarer Fehlentscheidung war.
Schiedsrichter-fehler in der nachspielzeit
Die Szene ereignete sich in der 102. Minute. Tah stieg am höchsten zum Kopfball auf, doch Schiedsrichter Jalal Jayed wurde von der Video-Assistentin an den Monitor gerufen. Nach Ansicht der Bilder nahm er das Tor zurück, begründet mit einem angeblichen Foulspiel von Torwart Orlando Gill gegen Waldemar Anton. Sportschau-Schiri-Experte Lutz Wagner widersprach dieser Entscheidung vehement.
“Für mich orientieren sich beide zum Ball”, erklärte Wagner. “Eher macht der Torwart Orlando Gill eine Bewegung zu Waldemar Anton.” Er betonte, dass Torhüter im Fünfmeterraum keine Sonderrechte hätten und am Spiel teilnehmen dürften. „Für mich wäre Weiterspielen die richtige Entscheidung gewesen. Ein klares Vergehen sehe ich nicht.” Die Entscheidung wirkte sich erheblich auf den Spielverlauf aus und frustrierte das deutsche Team.

Handspiel-entscheidung aber korrekt
Doch nicht alles war Kritik an der Schiedsrichterleistung. Bei einem Schuss von Nick Woltemade in der 98. Minute hatte Gustavo Gómez den Ball mit dem Arm blockt. Wagner zeigte sich hier zufrieden mit der Entscheidung des Unparteiischen: „Das war kein strafbares Handspiel”, sagte er.
