Vancouver zerquetscht minnesota 6:0 – müller nur noch statist nach schützenfest

Der 2014er-Weltmeister durfte zuschauen, wie seine Kollegen eine Demo ablieferten. Vancouver Whitecaps schoss Minnesota United mit 6:0 (4:0) in die Wolken und bleibt damit als eines von zwei Teams ohne Punkteverlust in der MLS.

Müller kommt, als das spiel längst gelaufen ist

Thomas Müller saß 74 Minuten auf der Bank. Als er endlich hereingewunken wurde, stand es bereits 6:0. Kein Einfluss mehr, nur noch Namenspielerei. Die Whitecaps hatten sich inzwischen schon als frühe Meisterschaftsanwärter empfohlen.

Schon zur Pause war die Partie entschieden. Sebastian Berhalter verwandelte einen Strafstoß zum 1:0 (8.), Brian White baute aus (13.), Mathias Laborda köpfte das 3:0 (22.) und Emmanuel Sabbi schloss einen Konter ab (43.). Nach Wiederanpfiff legte White per erneutem Elfmeter nach (54.), ehe Cheikh Sabaly den halben Dutzendpunkt setzte (74.).

Zwischendurch wurde auch Sebastian Schonlau eingewechselt, der Ex-HSV-Verteidiger durfte 25 Miniten mitmischen. Für Müller blieb ein Kurzeinsatz ohne Ballkontakt-Szene, der seine Fitness nach Adduktorenproblemen nur stückweise aufbaut.

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Mit zwölf Punkten aus vier Spielen liegt der kanadische Klub punktgleich mit Los Angeles FC an der Spitze der Western Conference. Die Tordifferenz von 14:2 spricht eine klare Sprache: Wer hier vorbeikommt, verliert selten nur mit einem Tor.

Das System von Chefcoach Axel Schuster funktioniert auch ohne deutsche Weltmeister. Pressing, Umschaltmomente, Standards – alles sitzt. Müller mag der Star sein, der Name auf dem Trikot, doch der Kader trägt das Spiel. Das wird zur Stärke in einer Saison, die 34 Regular-Season-Spiele plus Play-offs umfasst.

Am Freitag gastieren die Whitecaps in Salt Lake City. Müller könnte erstmals in der Startelf stehen, doch die Frage lautet: Muss er überhaupt? Sein Team läuft bereits auf Höchsttouren. Wer so beginnt, darf vom Ende der Saison träumen – und der Gegner sollte sich warm anziehen.