Cameron young dreht die players championship und kassiert 4,5 millionen dollar

Cameron Young war gestern Morgen noch vier Schläge zurück – heute ist er der Mann, der das größte Preisgeld der PGA-Tour einstreicht. Mit einer eiskalten 68er-Runde jagte der 28-Jährige auf dem TPC Sawgrass alle Großen nach hinten und holte sich in Ponte Vedra Beach den ersten Saisonsieg und einen Scheck in Höhe von 4,5 Millionen Dollar.

Die jagd beginnt beim aufschlag auf loch 1

Young startete mit Birdies auf 1 und 2, legte auf 6 und 8 nach. Die Lücke zu Ludvig Aberg schmolz vor den Augen der 45 000 Zuschauer vom 17. Grün bis zur Clubhouse von 18 auf drei, dann auf einen Schlag. Als Aberg auf 16 ins Wasser traf und anschließend Doppel-Bogey schrieb, war die Führung dahin. „Ich hab nur gespielt, als wäre ich auf dem Range zu Hause“, sagte Young, „das Scorecard lesen war heute Sache der anderen.“

Matt Fitzpatrick versuchte es mit einem birdielastigen Back-Nine, fand aber auf 17 mit einem Ball im Wasser die Grenze. Der Engländer beendete das Turnier mit 12 unter Par – ein Schlag zu viel. „Cameron war einfach besser, wo ich nur gut war“, kommentierte Fitzpatrick trocken.

Aberg bricht ein, schauffele profitiert

Aberg bricht ein, schauffele profitiert

Ludvig Åberg, der Shooting-Star aus Schweden, ging mit 16 unter Par in den Finaltag und verließ das Gelände mit 11 unter Par. Eine 76er-Runde – seine schlechteste seit drei Monaten – warf ihn auf den geteilten fünften Platz zurück. Xander Schauffele nutzte das Zögern des Führenden und landete mit einer 69er-Runde auf dem geteilten dritten Rang, drei Schläge hinter Young.

Die deutschen Hoffnungen verpufften. Matthias Schmid schaffte mit 71er-Schlussrunde noch Platz 46, Stephan Jäger verpasste die Cut-Marke am Sonntag und blieb bei 72er-Durchschnitt auf Rang 62. „Sawgrass hat kein Erbarmen“, sagte Schmid nach seiner Runde, „wer hier nur eine Bahn verschenkt, fliegt durchs Raster.“

Der scheck, der die karriere verändern kann

Der scheck, der die karriere verändern kann

4,5 Millionen Dollar – umgerechnet 3,94 Millionen Euro – sind für Young mehr als das Dreifache seiner bisherigen Saisonpreisgelder. Mit dem Sieg springt er von Platz 38 auf Platz 6 im FedEx-Cup und sichert sich Startrecht für die kommenden Majors bis 2027. „Das Geld ist schön, aber das Ticket nach Augusta ist das Sahnehäubchen“, sagte er und wischte sich demonstrativ die Schweißperlen ab, die bei 28 Grad Schatten auf der Siegerpresse schon wieder neu entstanden waren.

Die Players Championship gilt als fünftes Major – und diesmal hat sie einen neuen Helden. Wer Cameron Young heute fragt, wie sich 4,5 Millionen Dollar anfühlen, bekommt eine Gänsehaut-Antwort: „Wie der erste Schlag mit dem Driver, der genau auf dem Fairway landet – nur 4500 Mal hintereinander.“