Van der poel freut sich über evenepoels teilnahme: „kein nachteil, sondern ein vorteil!“
Lille, Belgien – Die Flandernrundfahrt steht vor der Tür, und die Spannung ist förmlich greifbar. Mathieu van der Poel, der auf der Suche nach seinem vierten und damit historischen Sieg ist, äußert sich begeistert über die Teilnahme von Remco Evenepoel. Ein Schachzug, der die Konkurrenzsituation auf dem Klassiker weiter anheizen wird.

Evenepoel als katalysator für höhere geschwindigkeiten
Van der Poel zeigte sich gegenüber niederländischen Medien erfreut über Evenepoels Entscheidung, in Flandern anzutreten. „Wir dürfen Remco auf keinen Fall unterschätzen. Er ist ein Spitzenfahrer, und ich bin froh, dass er dabei ist. Je mehr starke Männer im Rennen sind, desto schneller wird es. Das ist für mich kein Nachteil, sondern sogar ein Vorteil – es öffnet das Spiel!“ Der Alpecin-Premier Tech-Star schätzt, dass die Konkurrenz in diesem Jahr noch größer sein könnte als im Vorjahr, was das Rennen umso aufregender macht.
Neben Evenepoel und van der Poel zählen auch Tadej Pogacar (UAE Team Emirates), der Titelverteidiger von 2023 und 2025, und Wout van Aert (Visma-Lease a Bike) zu den Top-Anwärtern auf den Sieg. Van Aert scheint in den letzten Wochen wieder zu alter Stärke gefunden zu haben, was ihn zu einem ernstzunehmenden Herausforderer macht. Auch Mads Pedersen, dessen Formkurve stetig nach oben zeigt, darf man nicht aus den Augen verlieren.
Der Blick auf den Rekord: Van der Poel teilt sich aktuell den Rekord mit Johan Museeuw, Tom Boonen und Fabian Cancellara, jeder mit drei Siegen. Der Traum vom vierten Triumph liegt zum Greifen nah, doch er weiß, dass er sich gegen eine starke Konkurrenz durchsetzen muss. „Ich gehe das Rennen mit derselben Einstellung an wie immer: Ich werde versuchen zu gewinnen. Wenn das einen Rekord bedeutet, werde ich ihn in Ehren halten“, erklärte van der Poel mit einem Augenzwinkern.
Die 278 Kilometer lange Strecke mit ihren 22 Anstiegen versprechen ein hartes Rennen, bei dem Ausdauer, taktisches Geschick und Nervenstärke gefragt sind. Ob van der Poel in der Lage sein wird, die Herausforderung zu meistern und seinen Namen endgültig in die Geschichte der Flandernrundfahrt einzutragen, wird sich am Sonntag zeigen. Ein Rennen, das die Fans mit Sicherheit in Atem halten wird.
