Uk open 2026: 17 deutsche stürmen butlin's – littler im visier

Freitagmittag, 12 Uhr, Butlin's Minehead Resort: Die UK Open 2026 werfen ihre Schatten voraus, und das Besondere an diesem Turnier ist genau das, was jeden Favoriten ins Schwitzen bringt. Keine Setzliste. Kein Schutz. Jeder kann jeden treffen – und das ab der vierten Runde gnadenlos.

Der fa cup des darts macht keine gefangenen

Der Vergleich mit dem FA Cup ist kein Marketingspruch, sondern gelebte Realität. 160 Spieler, darunter Tourkarten-Besitzer von den hintersten Weltranglistenplätzen, PDC-Development-Tour-Teilnehmer, Challenge-Tour-Akteure und 16 Amateure, die sich über lokale Turniere qualifiziert haben – sie alle stehen gleichberechtigt auf denselben acht Bühnen. Wer am Freitag die ersten vier Runden übersteht, hat schon etwas geleistet. Wer scheitert, ist schlicht weg.

Sport1 überträgt das gesamte Spektakel LIVE im Free-TV sowie im Livestream auf Sport1.de. Wer keinen Fernseher hat, ist also ebenfalls versorgt.

17 Deutsche – und mittendrin gleich ein bruderkampf

17 Deutsche – und mittendrin gleich ein bruderkampf

Die deutsche Darts-Nation schickt eine stattliche Abordnung ins Rennen. Bereits in der ersten Runde müssen Pascal Rupprecht, Yorick Hofkens, Arno Merk, Matthias Ehlers, Marvin Kraft, Michael Unterbuchner, Jannis Barkhausen und Kai Gotthardt ran. Pikant dabei: Ehlers trifft direkt auf Kraft – ein deutsches Duell gleich zum Auftakt. Und sollte Gotthardt seinen Erstrunden-Gegner Daniel Lee bezwingen, könnte sich das Ganze in Runde zwei zu einem Drei-Deutschen-Knäuel entwickeln.

Ab der zweiten Runde greifen Maximilian Czerwinski, Dominik Grüllich, Max Hopp und Leon Weber ins Geschehen ein. Die dritte Runde bringt dann die schwereren Namen: Gabriel Clemens wartet auf den Sieger aus Bialecki gegen Kist, Ricardo Pietreczko bekommt es mit Kevin Doets zu tun, Lukas Wenig muss gegen Mensur Suljovic bestehen, und Niko Springer könnte – je nach Verlauf der Vorrundenspiele – ebenfalls in ein deutsches Duell schlittern.

Der einzige Deutsche mit einem gesicherten Startplatz in Runde vier ist Martin Schindler. Als einer der besten 32 Spieler der Welt ist er für die Abendsession ab 20 Uhr gesetzt – sein Gegner wird erst nach Ende der dritten Runde ausgelost. So funktioniert der FA Cup des Darts eben.

Littler gegen die geschichte

Littler gegen die geschichte

Titelverteidiger Luke Littler reist mit einem frischen Selbstvertrauen nach Minehead. In der Premier League hatte die Nummer eins der Welt zuletzt geschwächelt, ehe er am Donnerstag seinen ersten Tagessieg der Saison einfuhr. Vergangenes Jahr ließ er im Finale keine Zweifel aufkommen: 11:2 gegen James Wade – das war keine Demonstration, das war eine Hinrichtung.

Doch die Titelverteidigung bei den UK Open ist historisch betrachtet eine der härtesten Aufgaben im Darts-Kalender. Nur drei Spieler haben es je geschafft: Raymond van Barneveld, Phil Taylor und Michael van Gerwen. Legenden, allesamt. Littler will in diese Gesellschaft aufsteigen – und er weiß, dass der Weg dorthin keine Gnade kennt.

Der Sieger kassiert 120.000 Pfund – umgerechnet rund 138.000 Euro. Das Gesamtpreisgeld liegt bei 750.000 Pfund. Genug Anreiz, um auch den letzten Amateurträumer aus seiner Komfortzone zu locken. In Butlin's Minehead beginnt am Freitag das schönste Chaos im Darts-Kalender – und 17 Deutsche wollen mittendrin sein, nicht nur dabei.