Uconn schreibt march-madness-geschichte mit buzzer-beater, michigan pulverisiert tennessee

0,4 Sekunden reichten, um eine ganze Saison umzukrempeln. UConn war schon so gut wie raus, lag 19 Punkte hinten, dann traf ein Huskie vom Center-Court-Logo und katapultierte sich selbst ins Final Four. Duke stand mit zwei Füßen im Finale, jetzt schauen die Blue Devils in den Abgrund. So schnell kann College-Basketball sein, so brutal, so schön.

Die nacht, in der cam boozer plötzlich stumm war

27 Punkte, 8 Rebounds, 4 Assists – Cam Boozers Statistikline wird in den Geschichtsbüchern stehen, aber als Verlierer. Er traf, seine Mitspieler nicht mehr. Denn nach der Pause drehte UConn auf, wechselte in eine 1-2-2-Press, zwang Duke zu neun Ballverlusten in 14 Minuten und erlaubte nur noch einen einzigen Offensivrebound. Eric Reibe, 2,11 m groß, kam von der Bank, setzte einen Baby-Hook gegen zwei Verteidiger und blockte den Nachschlag – zwei Minuten, die das Spiel kippten.

Der entscheidende Ballverlust kam 5,8 Sekunden vor Ende. Duke wollte den Einwurf sicher spielen, doch UConn setzte die Falle. Ein Pass in die Ecke, ein langer Arm von Jaylin Stewart, Ball weg. Sekunden später flog der Shot vom Logo, die rote Uhr blinkte 0,4 – das war kein Lucky Shot, das war die Belohnung für einen Run, der mit 21:3 begann und mit 38:15 endete.

Michigan zeigt tennessee die rote karte

Michigan zeigt tennessee die rote karte

Während UConn das Herz attackierte, ging Michigan für die Kopfnuss. Yaxel Lendeborg warf 27 Punkte, aber die Zahl, die Tennessee weckt, lautet 21:0. Ein Run. Ohne Antwort. In vier Minuten war die Partie gelaufen, die Volunteers trafen in diesem Stretch zweimal den Korb, sonst nur noch Metall. Die Wolverines nahmen 51 Rebounds, 19 davon offensiv – das ist keine Taktik, das ist eine Demonstration von Macht.

Tennessee hatte den zweitbesten Defense-Efficiency des Turniers, kassierte nun 95 Punkte und 1,35 Punkte pro Ballbesitz. Michigan spielte mit fünf Wandlern, wechselte nonstop, ließ den Ball fliegen und traf 11 Dreier bei 45 % – Werte, die gegen diese Defense unmöglich erscheinen, bis man sie gesehen hat.

Arizona und illinois hatten sich schon verabschiedet

Arizona und illinois hatten sich schon verabschiedet

Die Wildcats und die Fighting Illini hatten ihre Tickets gelöst, aber nach diesem Samstag wirken ihre Spiele wie Vorspiele. UConn liefert das Drama, Michigan die Dominanz. In Indianapolis treffen nun vier Teams aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten: eine Mannschaft, die nie aufgibt, eine andere, die nie zögert, und zwei, die schon lange warten.

Das Final Four beginnt am Samstag. UConn hat bewiesen, dass 19 Punkte Rückstand nur eine Zahl sind. Michigan bewies, dass 33 Punkte Vorsprung nur der Anfang sein können. Wer auch immer den Titel holt, er muss beides können: das Comeback und den K.o. Die March Madness hat wieder zwei Gesichter gezeigt – und beide sind schön verdammt gefährlich.