Türkei: mit breiter brust zur wm – erwartungen sind riesig!
Istanbul tobte! Der Auto-Korso war nur der Auftakt. Die Türkei geht mit einer Euphorie in die WM 2026, die seit Jahrzehnten nicht mehr zu spüren war. Nach dem überzeugenden EM-Auftritt und den souveränen Playoff-Siegen sind die Erwartungen an Vincenzo Montellas Team enorm – und das trotz des knappen Verbleibs im Turnier.

Ein feuerwerk der emotionen und eine junge truppe
Die Verabschiedung der Nationalmannschaft in Istanbul war ein Spektakel. Tausende Fans säumten die Straßen, als die Mannschaft unter tosendem Applaus in Richtung Flughafen aufbrach. Verbandspräsident Ibrahim Hacıosmanoglu machte die Marschrichtung deutlich: „Unser Ziel ist klar: Wir wollen als Erster aus der Gruppe hervorgehen.“ Diese Siegeswillen scheint tief im türkischen Fußball verwurzelt zu sein.
Doch es ist nicht nur die Euphorie, die für die Türkei spricht. Die Mannschaft ist jung, hungrig und voller Talent. Spieler wie Arda Güler (Real Madrid) und Kenan Yildiz (Juventus Turin) haben bereits bei der EM ihr Potenzial demonstriert. Und auch Routiniers wie Hakan Calhanoglu, gerade italienischer Meister, sorgen für die nötige Balance und Erfahrung.
Die Gruppe D stellt eine Herausforderung dar: Die Türkei trifft auf die USA, Australien und Paraguay. Angesichts der FIFA-Weltrangliste scheinen die Chancen auf ein Weiterkommen aber durchaus gegeben. Die Türkei muss sich allerdings vor allem in der Abwehr stabilisieren. Die Tendenz zu Karten und ungestümem Spiel in der EM zeigte, dass die Emotionen manchmal die Kontrolle übernehmen.
Trainer Vincenzo Montella weiß das Feuer seiner Mannschaft zu schüren. Er hat eine eingespielte Truppe geformt, die mit Leidenschaft und taktischer Disziplin überzeugen kann. Die jungen Wilden, gepaart mit der Erfahrung der Routiniers, bilden eine explosive Mischung.
Die Nominierung der EM-Spieler unterstreicht Montellas Kontinuität. Mert Günok im Tor ist zwar nicht mehr der Jüngste, aber seine Leistungen sind stabil. Und auch die Bundesliga-Spieler Ozan Kabak, Salih Özcan und Can Uzun werden ihre Chance bekommen.
Die Türkei hat sich in den vergangenen Jahren stetig verbessert. Nach der EM 2024 und den erfolgreichen Playoff-Spielen ist das Team nun bereit für die WM 2026. Und die Fans haben allen Grund, optimistisch zu sein.
Ein Blick auf die Zahlen: Die Türkei hat in den letzten 19 Spielen unter Montella 13 Siege errungen. Das spricht für eine deutliche Entwicklung und eine wachsende Siegermentalität. Die jüngste Generalprobe gegen Curaçao endete mit einem 2:1-Sieg und gab den letzten Anstoß für die WM-Reise.
