Ronaldo verfehlt chancen: kritiker überschlagen sich in der fremde!

Cristiano Ronaldo, der unangefochtene König des Fußballs, hat in einem Freundschaftsspiel gegen Nigeria Anlass zur Selbstkritik gegeben. Während die portugiesische Presse den Superstar noch schützt, überschlagen sich ausländische Medien mit Kritik an seinen vergebenen Chancen – ein Zeichen der Zeiten oder ein Zeichen des Alters?

Die verpassten gelegenheiten im detail

In einem Testspiel vor der Weltmeisterschaft ließ Ronaldo gleich zwei Hochkaräter liegen. Zuerst servierte Semedo eine perfekte Flanke, die der Portugiese aus kurzer Distanz am Tor vorbeischoss. Im zweiten Durchgang war es Nuno Mendes, der Ronaldo in Szene setzte, doch auch dieser Abschluss fand sein Ziel nicht. Die Szene wirkt surreal – ein Mann seiner Klasse, der so deutlich daneben schießt. Es wirft Fragen auf: Ist es ein Ausrutscher, der jedem Profi passieren kann, oder deutet es auf eine Formschwäche hin?

Die Reaktionen im Ausland waren prompt und unmissverständlich. L'Équipe nannte ihn „maldestro“ (unbeholfen), der Daily Mail sprach von einer „Nacht, die man vergessen möchte“, und Bild bemängelte den „fehlenden gewohnten Präzision“. Sogar in Brasilien, wo Fußball eine Religion ist, kommentierte Globoesporte, dass Ronaldo seine beiden Chancen „auf bizarre Weise“ verwandelte. Die Kritik betonte zudem, dass es nicht das erste Mal war, dass Ronaldo im entscheidenden Moment versagte – auch gegen Chile ließ er eine Torchance ungenutzt.

Martinez verteidigt seinen kapitän

Martinez verteidigt seinen kapitän

Nationaltrainer Roberto Martinez zeigt sich jedoch unbesorgt. Er betont Ronaldos außergewöhnliche Karriere und seine unerreichte Bilanz von 227 Einsätzen für die portugiesische Nationalmannschaft. „Cristiano ist eine Ikone. Seine Zahlen sind nicht zu replizieren“, erklärte Martinez. Er betonte auch Ronaldos frischen Einsatzwillen, der dem eines jungen Debütanten gleiche. Martinez hält dem Druck stand und setzt weiterhin auf seinen Kapitän, der am Mittwoch gegen Kongo erwartet wird.

Die Frage, die sich nun stellt, ist die nach Gonçalo Ramos. Vier Jahre zuvor, in Katar, wurde Ronaldo von Trainer Fernando Santos überraschend auf die Bank befördert, während Ramos im Sturmzentrum glänzte. Wie fühlt sich der junge Stürmer angesichts der Konkurrenz und der Erwartungen? Ob er die Chance erhält, seinen Beweis zu erbringen, bleibt abzuwarten.

Die Diskussion um Ronaldo ist angeheizt, doch eines steht fest: Er wird auch weiterhin das Rampenlicht suchen und alles daran setzen, seine Kritiker zum Schweigen zu bringen. Die Welt des Fußballs hält den Atem an und beobachtet, ob der portugiesische Superstar seine Form wiederfindet, bevor die Weltmeisterschaft beginnt.