Tunesien-skandal: unerwartete absage stoppt wm-traum eines talents!
Schock in der tunesischen Fußballnationalmannschaft! Nur wenige Stunden vor der Bekanntgabe des endgültigen Kaders für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko hat der Vater des aufstrebenden Karlsruher SC-Talents Louey Ben Farhat überraschend abgesagt. Trainer Sabri Lamouchi steht vor einem Rätsel und spricht von einem respektlosen Verhalten, das die Tür für eine mögliche Zukunft des jungen Offensivspielers im Nationalteam Tunesiens endgültig zuschlagen könnte.
Ein shootingstar zwischen zwei nationalmannschaften
Der 19-jährige Louey Ben Farhat hat in der vergangenen Zweitliga-Saison für Furore beim Karlsruher SC gesorgt. Mit sechs Treffern und zwei Vorlagen in 19 Spielen ritzte er sich nicht nur in die Herzen der Fans, sondern auch auf den Zettel von Nationaltrainer Lamouchi. Der gebürtige Waiblinger, der theoretisch sowohl für den DFB als auch für Tunesien spielberechtigt ist, hatte bereits im März sein Debüt im tunesischen Trikot gegen Haiti gefeiert und durfte gegen Kanada eine komplette Halbzeit lang überzeugen. Ein Wechsel zum DFB ist zwar noch denkbar, doch Ben Farhat hatte sich Anfang des Jahres bewusst für Tunesien entschieden und die WM als ein klares Ziel formuliert.
Die Absage kam unerwartet: „Heute Morgen hat mich der Vater von Louey angerufen und mitgeteilt, dass es noch zu früh für ihn sei, ihn in die Auswahl aufzunehmen. Ich war schockiert“, so Lamouchi, der versuchte, seinen Kontakt zum Spieler wiederherzustellen, jedoch ohne Erfolg. „Ich habe Louey angerufen, aber er hat nicht abgenommen. Auch sein Vater war nicht erreichbar.“ Die Reaktion des Trainers lässt keinen Zweifel daran: „Das ist respektlos. Die Sache ist erledigt.“

Wer gehört zum tunesischen aufgebot?
Trotz des unerwarteten Rückschlags kann Lamouchi auf eine Reihe erfahrener Bundesligaprofis bauen. Im Kader der Nordafrikaner befinden sich unter anderem Ellyes Skhiri (Eintracht Frankfurt), Rani Khedira (Union Berlin), Ismaël Gharbi (Augsburg) und Elias Saad (Hannover 96). Diese bekannten Gesichter sollen die fehlende Energie von Ben Farhat kompensieren und die tunesische Mannschaft auf dem Weg zur WM-Bühne führen.
Die Entscheidung des Vaters wirft ein schlechtes Licht auf die Zukunft des jungen Talents und wirft Fragen nach dem Umgang mit Nationalmannschaftskarrieren auf. Ob Ben Farhat jemals wieder für Tunesien spielen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass der Vorfall Lamouchi und das tunesische Team vor eine große Herausforderung stellt, die nun bewältigt werden muss, um die WM-Vorbereitungen erfolgreich fortsetzen zu können. Die Absage ist mehr als nur ein verpasster WM-Traum – sie ist ein deutliches Signal, dass familiäre Entscheidungen auch im Profifußball eine immense Rolle spielen können.
