Hoffmann packt an: bayern-dna und neuer als vorbild im abstiegskampf
Eintracht Braunschweig bangt um den Klassenerhalt, doch Kapitän Ron-Thorben Hoffmann hält die Nerven stählern. Im exklusiven Sport1-Interview spricht der 26-Jährige offen über den immensen Druck, seinen Ehrgeiz und die prägenden Jahre beim FC Bayern – und verrät, warum mentale Stärke im Profifußball heute über Karrieren entscheidet.
Der kapitän, der verantwortung übernimmt
Der Kampf um die Liga ist hart, und Hoffmann spürt ihn bis in die Fingerspitzen. „Abstiegskampf ist immer Stress!“, gesteht er im Gespräch. Doch statt sich von der Situation überwältigen zu lassen, fokussiert er sich auf seine Führungsrolle. Ein Vorbild? Ganz klar: Manuel Neuer. „Er folgt dem Leitspruch ‚Lead by Example‘ und hat seine Führungsrolle bestens vorgelebt“, so Hoffmann. Auch Ermin Bicakcic, der Eintracht Braunschweig mit Herz und Seele verkörperte, sei ihm ein großes Vorbild.

Mentale stärke als schlüssel zum erfolg
Hoffmann ist überzeugt: Im modernen Fußball entscheidet die mentale Stärke über Erfolg oder Misserfolg. „Wenn man seine Emotionen nicht kontrollieren und steuern kann und nicht weiß, wie man unter Druck funktioniert, dann ist das kontraproduktiv“, erklärt er. Er arbeitet deshalb mit einem Mentaltrainer zusammen, um seine mentale Stärke weiter auszubauen. „Das ist genauso wichtig wie das Training im Gym oder auf dem Platz.“

Die prägende zeit beim fc bayern
Auch wenn Hoffmanns Karrierewege ihn quer durch den deutschen Fußball führten, so bleibt die Zeit beim FC Bayern München eine besondere Erinnerung. „Im Jahr 2015 kam dann der Anruf vom FC Bayern München“, erinnert er sich. „Das war ein Full-Circle-Moment.“ Er schwärmt von der Mentalität im Verein, dem unbändigen Ehrgeiz und den Vorbildern wie Thomas Müller und Robert Lewandowski. „Ich bin dankbar, dies in jungen Jahren erlebt haben zu dürfen.“

Neuer: mehr als nur ein torwart
Die Zusammenarbeit mit Manuel Neuer hat Hoffmann nachhaltig geprägt. „Er spricht auf Augenhöhe mit dir, ist ein toller Mensch“, so der Kapitän. Er hält den Kontakt zu Neuer und schätzt dessen Rat und Unterstützung. Ein DFB-Comeback von Neuer? „Rein von der Qualität her müsste er im Kader sein“, meint Hoffmann.
Der blick nach schalke
Am Sonntag geht es für Eintracht Braunschweig ausgerechnet zum Angstgegner Schalke 04. „Es wird eine sehr gelöste Stimmung vor Ort sein“, erwartet Hoffmann. „Wir müssen die Wucht richtig einschätzen und gegen 62.000 Menschen ankämpfen.“ Doch er ist optimistisch: „Wir wollen unbedingt diese 40 Punkte und den Klassenerhalt erreichen!“
